Mord in Geektown

In Geektown wohnen Menschen, deren hauptsächlicher Lebensinhalt darin besteht, ihre Liebe zur Popkultur auszuleben. Die Bewohnter tragen Kostüme ihrer Lieblingscharaktere und haben Häuser, die Filmen nachempfunden sind. Eigentlich hat jeder die Möglichkeit, ein glückliches und friedliches Leben zu führen, dennoch kommt es nun zum ersten Mal zu einem Mordfall.

von Alice

In Geektown kommen Verbrechen so selten vor, dass es nicht einmal eine eigene Polizei gibt. Deshalb wird ein außenstehender Ermittler hinzugezogen, um wegen des Mordes zu ermitteln. Hierbei handelt es sich um Kommissar Sören Torwen, welcher von den Eindrücken in Geektown fasziniert ist. Zwar versteht er meist nicht, wen oder was die Personen und Orte darstellen sollen, doch ist er beeindruckt. Damit sich Torwen besser zurechtfindet, steht ihm einer der Bewohner zur Seite, Daniel Winter, der übrigens alltäglich die gelbe Uniform eines Sternflottenoffiziers aus „Star Trek: The Next Generation“ trägt. 

Dem Mordopfer wurde der Kopf abgeschlagen, weitere Hinweise gibt es zunächst einmal nicht. So beschließt Torwen, als erstes bei den Highlandern und Vikings vorbeizuschauen, denn schließlich haben sie Waffen, mit denen man jemanden köpfen könnte. So einfach lässt sich der Fall jedoch nicht lösen, weshalb Torwen einige Zeit in Geektown verbringt und zahlreiche Bekanntschaften schließt, wodurch er doch den ein oder anderen Hinweis erhält. 

Es macht richtig Spaß, gemeinsam mit Torwen und Winter Geektown zu erkunden. Man begegnet unter anderem dem Haus der Hexenschwestern aus „Charmed“, der Feuerwache aus „Ghostbusters“ und einer Bar, die sich „The Shire“ nennt. Möchte man dort einen Shot, bestellt man sich einen Hobbit, und wer hungrig ist, nimmt noch etwas Lembas dazu – am besten aber nicht zu viel davon. Während eines Besuchs bei der Tageszeitung kommt es zu einer Begegnung mit einem Mitarbeiter, der sich nur in Zitaten ausdrückt, was ebenfalls für reichlich Unterhaltung sorgt.

Zahlreiche Anspielungen auf Werke unterschiedlicher Genres sorgen dafür, dass für jeden etwas dabei ist. So kann man sich besonders freuen, wenn das eigene Lieblingswerk erwähnt wird. Doch wird man sicherlich auch einiges Neues entdecken, wodurch man selbst als Geek noch etwas dazulernen kann. Gleichzeitig erlebt man einen Krimi, der durchgehend für Spannung sorgt. Es ist reizvoll mitzufiebern, vor allem da Torwen und Winter so sympathisch sind.

Bei „Mord in Geektwon“ passt nicht nur der Inhalt, sondern auch die Optik. Das Buchcover wurde grandios umgesetzt, und im Buch selbst tauchen immer wieder Illustrationen auf. Jedes Kapitel beginnt mit einem schön gestalteten Zitat aus einem bekannten Werk, welches in dem aktuellen Handlungsabschnitt eine Rolle spielt. 

Wem „Mord in Geektown“ gefällt, der kann sich übrigens darüber freuen, dass es mit „Geschichten aus Geektown“ noch mehr zu entdecken gibt. 

Fazit: Dieser Roman ist eine Liebeserklärung an die Popkultur, die witzig und spannend zugleich ist. 

Mord in Geektown
Film-/TV-Serien-Roman
Peter Osteried
in Farbe und Bunt 2025
ISBN: 978-3-95936-615-1
322 S., Taschenbuch, deutsch 
Preis: 16,00 EUR

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