Götter und Kulte (v.3.5)

Mit „Götter und Kulte“ ist ein weiteres Quellenbuch für die Rollenspielwelt der „Vergessenen Reiche“ erschienen. Auf über 270 Seiten gibt der Band einen umfassenden Überblick über die Götter und Kulte der Kampagnenwelt für „Dungeons & Dragons v.3.5“ von Feder&Schwert.

von Thomas König

 

In der Einleitung des Buches werden zunächst allgemeine Erläuterungen zur Geschichte und zum Unterschied zwischen denr einheimischen und den eingewanderten Göttern geliefert. Im Folgenen werden die verschiedenen Pantheons erklärt und in ihre regionalen und kulturellen Einflussbereiche eingeordnet. Weiterhin wird erklärt, was es mit den toten Gottheiten auf sich hat und die Kulte werden beschrieben.

Auch bei den Göttern gibt es Werte und diese werden im Folgenden aufgeführt. Dabei werden die unterschiedlichen Ränge vorgestellt. Aber auch die göttlichen Merkmale werden beschrieben. Dabei geht es um die Werte für Trefferpunkte, Bewegungsrate, Rüstungsklasse, Angriffe, maximierter Wurf, Rettungswürfe, Immunität, Resistenzen, göttliche Sonderfähigkeiten, Domänenkraft, zauberähnliche Fähigkeiten, Unsterblichkeit und noch einige weitere spezielle göttliche Möglichkeiten.

In einigen Kästen gibt es zusätzliche Informationen zum Thema Scheusale anbeten, Stufen jenseits der 20. Stufe, Gottheiten und das Zusammenwirken von Fertigkeiten, Gottheiten und das Wirken von Zaubern, Gottheiten und göttlicher Zauber sowie Begegnungen mit Gottheiten und Erfahrungspunkte.

Im ersten Kapitel werden nun die wichtigsten Gottheiten vorgestellt. Insgesamt sind es 31. Jede Beschreibung beginnt mit einem Steckbrief, der folgende Informationen enthält: Name, Symbol, Heimatebene, Gesinnung, Einflusssphären, Anhänger, klerikale Gesinnungen, Domänen und bevorzugte Waffen. Es folgt eine Beschreibung, die Erläuterungen zu der Geschichte und zwischengöttlichen Beziehungen, zur Glaubenslehre, zu Klerus und Tempel enthält. Den Abschluss bilden die spieltechnischen Werte.

Im zweiten Kapitel wird diese Beschreibung fortgesetzt. Nur finden sich hier die weniger bekannten Götter. Diese sind innerhalb eines Pantheons alphabetisch sortiert. Das beginnt mit dem faerûnschen Pantheon – also den noch nicht vorgestellten Göttern aus selbigem – und wird gefolgt wird von den Pantheons der Drow, Elfen, Gnome, Halblinge, Mulhorandi, Orks und Zwerge.

Das dritte Kapitel stellt die heiligen Stätten vor. Dabei werden die Abtei des Schwertes, das Düsterhaus von Saerloon und die Wyvernfelsen des Hullackwaldes beschrieben. Es gibt Erläuterungen zu Zeremonien, zu Diensten in der Organisation, zur Hierarchie und Initation, zu Verbündeten und Feinden und außerdem gibt es Karten. Sehr interessant fand ich die Anregungen zu einem möglichen Einbruch in das Gebäude oder die Stätte. Auch die Ausführungen zum Anpassen in die eigene Kampagne und die Einstiegsmöglichkeiten sind gelungen.

Das letzte Kapitel stellt nun noch einige spezifische Prestigeklassen in der bekannten Manier vor. Dazu zählen „Augenadept der großen Mutter“, „elementarer Archon“, „gehörnter Bote“, „Goldauge“, „Hassbringer“, „Herzwächter“, „Hüter des Waldes“, „Magiewächter“, „Meeresdiener“, „Nachtmantel“, „Purpurtragender“, „Schicksalswächter“, „Schreckensfürst“, „Schwerttänzer“, „Silberstern“, „Spinnendienerin“, „Sturmfürst“, „Totenwächter“, „Windgänger“ und „Wunderschmied“. Zum Abschluss des Kapitels gibt es noch eine Schablone des Auserwählten des Tyrannos. Außerdem findet man bei der Beschreibung der Spinnendienerin auch eine Schablone der Zin-Carla. Neben der Beschreibung und den spieltechnischen Werten findet sich in der Regel auch je eine passende Illustration.

Im Anhang befinden sich Ausführungen zu den göttlichen Talenten und göttlichen Sonderfähigkeiten. Außerdem werden die Gottheiten der Monster beschrieben und es gibt eine Auflistung der faerûnschen Gottheiten.

Immer wieder wird der Text durch Seitenbalken unterbrochen, die zusätzliche und vertiefende Informationen enthalten. Sehr gut ist, dass diese auch im Inhaltsverzeichnis aufgeführt sind und man sie so sehr schnell wiederfinden kann. Dabei gibt es nicht nur Hintergrundinformationen, sondern auch neue besondere Eigenschaften von Rüstungen und Waffen, neue Monster, neue Zauber und neue magische Gegenstände.

Das Buch umfasst 271 Seiten und ist komplett in Farbe. Der Text ist zweispaltig und gut zu lesen. Durch die vernünftige Strukturierung ist auch ein Wiederfinden sehr leicht möglich. Nur wenige Illustrationen lockern den Text auf und so gibt es viel Lesestoff.

„Götter und Kulte“ kann man nicht auf einmal lesen, stattdessen sollte man das Buch als Nachschlagewerk und Hintergrundband betrachten. Kein Spielleiter wird alle Götter im Spiel einbauen und so kann man sich das Richtige und Passende für die aktuelle Kampagne heraussuchen. Ich selbst bin ein Freund des Unterreichs, habe daher mein größtes Augenmerk auf die Spinnengöttin gelegt und fand diese Ausführungen sehr aufschlussreich.

Fazit:
Als Spieler in den Vergessenen Reichen wird man an diesem Band nicht vorbeikommen. Er enthält zu viele bedeutsame Informationen zu den Göttern und diese sind ein wichtiger Bestandteil des Spieles. Das Buch ist gut gemacht und bietet eine Fülle an Informationen, die einem sehr leicht zugänglich sind.


Götter und Kulte
Quellenbuch
Eric L. Boyd, Erik Mona
Feder&Schwert 2007
ISBN: 978-3867620000
271 S., Hardcover, deutsch
Preis: EUR 34,95

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