Aquilonia - Flower of the West

Aquilonia ist das mächtigste und reichste Königreich in ganz Hyboria. Conan krönt seine eigene Laufbahn wortwörtlich selbst, indem er als König den Thron von Aquilonia besteigt. Kein Wunder also, dass ein passendes Quellenbuch dafür her muss…

von Dominik Cenia

 

Eröffnet wird das 200 Seiten starke Buch mit einer Karte der Nation auf dem Vorstaz. Nach einer ausführlichen Einleitung über Land, Leute und Kultur, folgt ein Kapitel mit der Beschreibung der einzelnen Völker von Aquilonia. Im Gegensatz zu den restlichen Nationen von Hyboria leben nämlich in dem Reich mehrere kleine Völker zusammen, darunter aber auch Ableger bereits aus dem Grundregelwerk bekannter Völker wie beispielsweise die Bossonians oder die Tauran.

Aquilonia ist höher entwickelt als die meist barbarischen Stammesländer der übrigen Nationen. Hier trifft das späte römische Reich auf die ersten Ansätze mittelalterlichen Rittertums und keltischer Hochkultur. Das Land verfügt über ein stehendes Heer aus Rittern, Bogenschützen und einer starken Infanterie. Und obwohl Frauen normalerweise nicht in der Armee kämpfen, gibt es viele von ihnen, die als Krieger- oder Söldnerin tätig sind.

Mitra, Bori und Asura sind die drei Hauptreligionen in Aquilonia, wobei vor allem Mitra im Mittelpunkt aller Gottesdienste steht. Die Macht der Kleriker ist daher in dem Reich recht offen und stark und hat sogar Einfluss auf den Adel.

Der wohl interessanteste Teil des Quellenbuchs ist das mittlere Kapitel, in dem König Conan und seine Familie und der komplette königliche Adel und dessen Umfeld zu Conans Zeit beschrieben wird. Falls die Spieler also mal vorhaben sollten, sich gegen Conan selbst zu stellen, haben sie hier auch gleich die passenden Werte des mittlerweile leicht ergrauten Cimerianers.

Die letzten Kapitel enthalten eine umfangreiche Beschreibung aller Dörfer und Regionen von Aquilonia, der Provinzen, Kreaturen und verschiedener NPCs. Eine Reiher neuer Feats und drei neue Prestige Classes („Gunderland Mercenary“, „Gunderland Pikeman“, „Poitainian Knight“) machen den Regelanteil aus. Zusammen mit dem Kapitel über die einzelnen Völker der Nation gibt es viele Möglichkeiten für spannende Abenteuer (für welche es in dem Buch reichlich Ansätze und Ideen gibt) und auch größere Kampagnen.

Fazit: Ein unverzichtbares Quellenbuch – selbst für jene, die nicht in Aquilonia spielen, da sich viele Dinge aus dem Buch auch ohne Probleme in andere Nationen übertragen lassen. Ich persönlich hätte mir einen etwas umfangreicheren Regelanteil, neue Waffen und Rüstungen und Listen mit Schätzen oder zum Einkaufen gewünscht. Bis auf dieses kleine Manko ist das Buch aber wirklich stark, vor allem weil bei den Beschreibungen der Nationen selbst nicht gekleckert, sondern richtig geklotzt wird.


Aquilonia - Flower of the West
Quellenbuch
Vincent Darlage
Mongoose Publishing 2005
ISBN: 1-904854-69-9
200 S., Hardcover, englisch
Preis: $ 34,95

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