Hörspiele/-bücher

„Niemand hätte in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts daran gedacht, dass unsere Welt beobachtet würde; dass andere intelligente Wesen, größer als die menschlichen und doch ebenso sterblich, uns bei unserem täglichen Tun fast ebenso intensiv belauschen und erforschen könnten, wie jemand mit dem Mikroskop jene kurzlebigen Lebewesen erforscht, die in einem Wassertropfen ihr Wesen treiben und sich darin vermehren. Mit einem unendlichen Behagen schlenderte die Menschheit mit ihren kleinen Sorgen kreuz und quer auf dem Erdball umher, in gelassenem Vertrauen auf ihre Herrschaft über die Materie. [...] Aber jenseits des gähnend leeren Weltraums blickten Geister, uns so überlegen wie wir den Tieren, ungeheure, kalte und unheimliche Geister, mit neidischen Augen auf unsere Erde. Bedächtig und sicher schmiedeten sie ihre Pläne gegen uns.“

 

„H. G. Wells – Der Krieg der Welten“

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Wer immer der Ansicht war, Frankenstein, das sei Boris Karloffs Quadratschädel mit Schraube in der Schläfe und eine einsam auf einem Hügel stehende Windmühle lichterloh entflammt... der irrt. Obwohl uns Lichtspielhauspilgern diese Motive sicher vertrauter sind als jede literarische Vorlage, sind beide doch der Fantasie Hollywoods entsprungen und haben mit Mary Shelleys ursprünglichem Schauerroman nicht wirklich viel zu tun. Die Hörspielinszenierung von Annette Kurth, die als Doppel-CD im Hörverlag erschienen ist, besinnt sich auf seine Wurzeln (auch wenn Karloffs Stoneface werbewirksam das Cover schmückt) ...

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Tad Williams ist ein außergewöhnlicher Schriftsteller. Mit ungeheurer Detailfreude und einem bereits ans verschwenderisch Weitläufige grenzenden Erzählstil beschwört er seine Welten herauf; Welten, die so dicht und plastisch vor dem inneren Augen des Lesers entstehen, dass man in ihnen völlig versinken kann. Auf diese Weise entstehen Mamutwerke, wie die über 3500 Seiten starke Otherland-Tetralogie, ein wildes Virtual-Reality-Märchen der nächsten Generation, das sich hemmungslos aus der Weltliteratur bedient und trotzdem ungeschoren damit davonzukommen weiß. Der Hessische Rundfunkt und der Hörverlag haben sich der unglaublichen Herausforderung gestellt, dieses Digital-Epos zu vertonen.

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Dracula – wer kennt nicht den unheilvollen Klang des Namens dieses Urvaters aller Vampire, dessen diabolische Gestalt 1897 vom Autor Bram Stoker ersonnen worden war und der seitdem weit mehr multimediale Inkarnationen und Abkömmlinge gezeugt hat, als es sich der untote Graf aus Transsylvanien jemals hätte vorstellen mögen. Der jüngste Sproß ist die Hörspiel-Adaption von Sven Stricker.

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