Star Wars: Die letzten Jedi (Der offizielle Comic zum Film)

Der Hauptsitz der Neuen Republik, der Galaktische Senat und die Flotte der Republik wurden durch die Starkiller-Basis vernichtet. Auch der letzte Stützpunkt des Widerstands droht von der Ersten Ordnung ausgelöscht zu werden. Doch der Widerstandspilot Poe Dameron kann durch eine List dafür sorgen, dass die verbliebene Flotte des Widerstandes fliehen kann, von der Ersten Ordnung jedoch weiter verfolgt wird. Kann der legendäre Luke Skywalker, nach dem Rey sucht, Hilfe bringen?

von Ansgar Imme

Disney beziehungsweise Panini Comics haben auch zum zweiten Teil der „Star Wars“-Sequel-Trilogie einen Comic zum Film herausgebracht. Mit 144 Seiten im Softcover-Format breitet sich die Handlung des Films aus ...

Während Jedi-Meister Luke Skywalker nach vielen Jahren weit entfernt auf einem weitestgehend von Wasser bedeckten Planeten doch in seinem Exil entdeckt wird, muss sich der Widerstand der Ersten Ordnung erwehren. Da die Neue Republik und ihre Flotte durch die Starkiller-Basis zerstört wurde, ist der Widerstand der letzte Gegner der vom Obersten Anführer Snoke geführten Ersten Ordnung. Als ihr letzter Stützpunkt und die verbleibenden Schiffe der Flotte entdeckt werden, greift Poe Dameron zu einer List und begibt sich auf ein Himmelfahrtskommando. Der verbleibende Widerstand kann in den Hyperraum fliehen, wird jedoch entdeckt und verfolgt. Es liegt an Finn und BB-8, mit Hilfe einer neuen Freundin einen Spezialisten zu finden, der das Verfolgungssignal unterbinden kann.

Rey hat zusammen mit Chewbacca und R2-D2 unterdessen tatsächlich Luke Skywalker gefunden und will sich von ihm zu einer Jedi ausbilden lassen. Doch sie rechnet nicht mit seiner überraschenden Reaktion. Als sie plötzlich einen mentalen Kontakt zu Kylo Ren aufbaut und R2-D2 seine Überredungskünste an Luke probiert, muss dieser seine Entscheidung noch einmal überdenken. Doch Rey begeht schließlich einen Fehler, den schon ein anderer junger Jedi Jahrzehnte vor ihr begangen hat. Sind der Widerstand und sie verloren oder gibt es noch Hoffnung?

Die Handlung des Comics orientiert sich nahezu durchgehend am Film und ist damit sehr werksgetreu. Einzig ein paar Szenen aus Lukes Gedanken werden ergänzt, ansonsten bleibt der Comic dicht am Film. Somit kann man gut der Geschichte folgen, ohne besondere Details zu verpassen, wie es manchmal in Comics vorkommt. Die Figuren und die Handlung werden dem Film entsprechend gut umgesetzt, auch wenn man natürlich über die Handlung des Films und damit des Comics geteilter Meinung sein kann. Wenn man mit dem Film nicht zufrieden war, wird man auch mit dem Comic nicht zufrieden sein. Aber grundsätzlich kann man die Handlung dem Comic natürlich nicht anlasten. Die Umsetzung gelingt gut.

Kürzungen im Vergleich zum Film findet man vor allem in den Action-Szenen, die deutlich gerafft werden. Vielleicht kann man die Action nicht so bildgewaltig, dynamisch und schnell umsetzen wie auf der Kino-Leinwand, da allein der Platz begrenzt ist und die Story auch nicht leiden soll. Aber gerade die Dynamik der Szenen im Film, die schnellen Schnitte, die aber alles mitverfolgen lassen, wirken im Comic eher bruchstückhaft. Manchmal hat man dadurch den Eindruck, dass einzelne Szenen oder Bilder in der Action fehlen.

Die Zeichnungen wie auch der Zeichenstil sind insgesamt etwas grob und im Hintergrund wenig detailreich gehalten. Man erkennt die Figuren und kann sie gut voneinander unterscheiden, es hätte oft aber noch etwas besser, sprich feiner sein können. Grobe Striche und in Gesichtern wenig Kontraste erinnern vom Stil manchmal eher an alte Comics wie „Tim und Struppi“. Das ändert zwar nichts an der Handlung, aber gerade Details sorgen oft für einfach mehr Stimmung und lassen einen tiefer in die Geschichte eintauchen. Die Farbgebung in hell und dunkel mit all seinen Kontrasten ist hingegen gut gelungen. Auch wenn beispielsweise die Szenen in der Salzwüste nie so gut wie im Medium Film sein können, so hat man doch einen sehr guten Eindruck bekommen. Gerade zum Ende des Comics wird dies immer besser.

Fazit: Wenn einem der Film nicht gefällt, wird man auch mit dem Comic seine Probleme haben. Geht man aber nicht zu voreingenommen an die Lektüre heran und genießt einfach die „Star Wars“-Atmosphäre im Medium Comic, so kann die Adaption des Films trotz kleiner genannter Mängel durchaus überzeugen.

Star Wars: Die letzten Jedi (Der offizielle Comic zum Film)
Comic
Gary Whitta, Michael Walsh, Mike Spicer
Panini Comics 2018
ISBN: 978-3741609343
144 S., Softcover, deutsch
Preis: EUR 17,00

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