Comics - Horror/Mystery

Tagsüber erscheint die ehemalige Bergbausiedlung Silent Hill als menschenverlassene Geisterstadt. Doch sobald die Nacht hereinbricht, verwandelt sie sich in einen surrealen Albtraum, geprägt von verdrängter Schuld und unheimlichen Dämonen. Diese an die Grafiken des Schweizer Künstlers H. R. Giger ("Alien") und die jenseitigen Schrecken des Schriftstellers H. P. Lovecraft erinnernde Zwischenwelt dient nach einer erfolgreichen Serie von Videospielen und einem Kinofilm nun auch als Schauplatz für eine neue Comic-Reihe.

Weiterlesen

Robert Rodriguez findet im Kommentar zur erweiterten DVD-Version des ersten „Sin City“-Films ein pointiertes Bild für eine Schnittstelle zwischen den Medien Comic und Film: beides seien „snapshots of motions“. Aus solchen Momentaufnahmen besteht Frank Millers sechste „Sin City“-Kompilation, die das Graphic-Novel-Äquivalent zu einer Kurzgeschichtensammlung bildet.

Weiterlesen

Obwohl er etwas kürzer als seine Vorgänger ausfiel, arbeitet der fünfte Band von Frank Millers "Sin City" effektiv mit der seit "Das große Sterben" etablierten Aufteilung des Comic-Noir-Kosmos von Basin City in zwei parallele Handlungsbereiche. Auf der einen Seite stehen die in eine ausweglose Situation geratenen Einzelgänger, wie der moralische Schläger Marv und der desillusionierte Cop Hartigan, die in klassischer Genretradition ihrem Schicksal nicht entgehen können. Am anderen Ende der Stadt agieren der von Miller bereits zum dritten Mal als eine der Hauptfiguren gewählte Einzelgänger Dwight und die Assassinen-Clique um die Schwertkämpferin Miho und die selbstbewusste Gail.

Weiterlesen

„Seltsame Orte“ ist der siebte "Hellboy"-Sammelband aus dem Cross Cult Verlag übertitelt – und seltsame Orte sind es in der Tat, die der rote Dämon mit der Steinfaust und dem eklatanten Mangel an Respekt vor Geistern, Göttern und sonstigem Gezücht besucht. 160 Seiten umfasst der Hardcoverband, der neben zwei längeren Geschichten auch wieder reichlich „Bonusmaterial“ enthält.

Weiterlesen

Der vierte Teil der „Sin City“-Comic-Reihe knüpft in mehrfacher Hinsicht an den ersten Band an. Wie „Stadt ohne Gnade“ diente auch „Dieser feige Bastard“ als eine der Vorlagen für den ersten „Sin City“-Film von Frank Miller und Robert Rodriguez.. Erneut begibt sich ein Einzelgänger in der Tradition der Hardboiled-Detectives in einen aussichtslosen Kampf gegen die korrupte Senatorenfamilie O‘Rourke, die sowohl die Politik, als auch den Klerus in der Noir-Metropole Sin City kontrolliert.

Weiterlesen

Wenn man die ersten Seiten des dritten Bandes aus Frank Millers Hardboiled-Zyklus „Sin City“ aufschlägt, denkt man weniger als bei den ersten beiden Teilen an das raffinierte Spiel mit Noir-Referenzen oder an die geschickte Kombination aus Darstellungsformen japanischer Mangas und westlicher Comic-Mythologie. Vielmehr stellt sich das gleiche Gefühl von Vertrautheit ein, wie man es von der Rückkehr in bekannte Comic-Universen wie das Gotham City Batmans oder das detailverliebte New York der Marvel-Helden her kennt.

Weiterlesen

Neben dem einzelgängerischen Privatdetektiv, dessen Rolle in „Sin City“ weitgehend Schläger, desillusionierte Polizisten und Auftragskiller übernommen haben, zählt die Femme Fatale zu den Standardfiguren des Film Noir, beispielhaft vertreten von Barbara Stanwyck in Billy Wilders „Double Indemnity“ / „Frau ohne Gewissen“ (USA 1944) oder Ava Gardner in Robert Siodmaks „The Killers“ / „Rächer der Unterwelt“ (USA 1946). Letztere diente als Vorbild für die titelgebende Figur im zweiten Band von Frank Millers Noir-Comic-Zyklus.

Weiterlesen

Der Einfluss des Autoren und Zeichners Frank Miller bestimmt die neue Welle der ambivalenten und ambitionierten Comicverfilmungen seit den ersten beiden „Batman“-Filmen (USA 1989/1992) von Tim Burton. Die Leinwand-Adaptionen des blinden „Daredevil“ (USA 2003) und der von Miller erdachten Assassine „Elektra“ (USA 2005) beziehen sich unmittelbar auf die von ihm im Lauf der Achtziger und Neunziger Jahre verfassten Marvel-Comics. Auch Christopher Nolan bediente sich für den aktuellen Film „Batman Begins“ (USA 2005) ausgiebig bei Millers zwanzig Jahre zuvor erschienenem Comicroman „Batman: Year One“, in dem ein junger Bruce Wayne in den von Verbrechen und Verfall gezeichneten Straßen von Gotham City erstmals als maskierter Rächer aktiv wird.

Weiterlesen