Große Vielfalt bei den Siegertiteln

Bernhard Hennen, Kris Brynn und Birgit Jaeckel gewinnen den Literaturpreis Seraph 2019

Zum achten Mal hat die Phantastische Akademie auf der Leipziger Buchmesse den Seraph vergeben. Der Literaturpreis für Phantastik ging in der Kategorie „Bester Roman“ an Bernhard Hennen für sein Buch „Die Chroniken von Azuhr – Der Verfluchte“, in der Kategorie „Bestes Debüt“ an die Autorin Kris Brynn für „The Shelter – Zukunft ohne Hoffnung“ und in der Kategorie „Bester Independent-Titel“ an Birgit Jaeckel mit „Das Erbe der Rauhnacht“.

Auf der Leseinsel Phantastik der Buchmesse übergaben Oliver Graute und Natalja Schmidt die Auszeichnung an die drei Sieger. Zuvor aber ermöglichten die beiden Vorsitzenden des Vereins den Zuhörern noch einen Einblick in Stand und aktuelle Entwicklungen in der phantastischen Literatur. „100 Prozent haben wir noch nicht erreicht“, sagte Schmidt mit Blick auf den Zweck der Phantastischen Akademie, Literatur aus den Bereichen Science Fiction, Fantasy und Horror zu mehr Ansehen und Aufmerksamkeit im Literaturbetrieb und in den Medien zu verhelfen. „Die Selbstauflösung steht deswegen noch nicht zur Debatte“, scherzte sie. „Phantastik gewinnt immer mehr an Stellenwert, auch hier auf der Leseinsel der Buchmesse“, gab wiederum Oliver Graute einen positiven Ausblick.

Im Anschluss wurden nach den Ansprachen der Laudatoren die Preise vergeben. Es sprachen die Autoren und Vorjahressieger Michael Marrak (Bestes Buch) und Theresa Hannig (Bestes Debüt), sowie Jürgen Eglseer vom Amrûn-Verlag (Bester Independent-Titel).

Bernhard Hennen, vor allem dank seiner Elfen-Saga einer der bekanntesten deutschen Phantastik-Autoren, freute sich sehr über seinen Preis. „In 26 Jahren habe ich noch keinen Jurypreis gewonnen“, berichtete er. Er sei „ziemlich nervös“ zur Buchmesse gefahren, so Hennen. Birgit Jaeckel sagte: „Es fühlt sich phantastisch an“.  Der Preis habe große Bedeutung. Die Autorin Kris Brynn, mit bürgerlichem Namen Regine Bott, sagte: „Ich habe nicht unbedingt damit gerechnet, die Konkurrenz war stark.“ Umso mehr freue sie sich über ihren Erfolg, ergänzte sie.

Im Anschluss an die Preisverleihung lasen die drei Siegerautoren im Werk II in Leipzig-Connewitz vor gut 200 Besuchern beim Phantastik-Leseabend. Bei der ebenfalls von der Phantastischen Akademie organisierten  Veranstaltung saßen und lasen auf dem Podium außerdem die bekannten deutschen Autoren Markus Heitz, Maja Ilisch, Lena Kiefer, Kai Meyer und Monika Peetz.

Quelle: Phantastische Akademie e.V.