Romane - Science-Fiction

Im Prinzip ist es eine coole Sache: Während Roman-Adaptionen einschlägiger Genre-Universen – sei es nun zu Filmen, Serien, Rollenspielen oder was-auch-immer – normalerweise fest in der Hand US-amerikanischer Autoren liegen, ist es im Fall von Shadowrun gelungen, den Griffel erfolgreich von englischsprachigen Schreibern wie Nigel Findley, Nyx Smith oder Stephen Kenson an ihre deutschen Kollegen weiterzureichen, die selbigen seit Band 45 der Shadowrun-Taschenbuchreihe bei Heyne nun fest in der Hand halten (woran übrigens die Fanpro-eigene Shadowrun-Buchreihe nicht unschuldig sein könnte, sind doch die meisten der neuen Heyne-Bände dort zuerst erschienen; aber das nur am Rande).

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Viele „Star Wars“-Fans werden das Gefühl nicht los, dass die Prequel-Trilogie und alles, was mit ihr zusammenhängt, mitunter ziemlicher Kinderkram ist. Gungans, Droiden, die wie Pinoccio aussehen, die „Jedi Padawan“-Buchreihe, die „Young Boba Fett“-Buchreihe... all das kann der erwachsene Fan nur mit Mühe gutheißen. Mit „Shatterpoint“ von Matthew Stover (dt. eher misslungen, weil eigentlich nichts aussagend: „Mace Windu und die Armee der Klone“) ist nun ein Buch bei uns erschienen, das zwar zwischen Episode II und III, also mitten in den Klonkriegen, spielt, aber doch überraschend anders ist, als alles, was es bisher zu dieser Zeitspanne zu lesen gab.

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Langsam hole ich auf. Während in den USA die monumentale 19-bändige „New Jedi Order“-Buchreihe, die das bekannte „Star Wars“-Universum gegen die furchtbaren Alieninvasoren der Yuzzhan Vong antreten ließ, mit „The Unifying Force“ bereits im November 2003 seinen krönenden Abschluss fand, steht in Deutschland für Juni Band 7 „Anakin und die Yuzzhan Vong“ von Greg Keyes an, und ich bin mittlerweile immerhin bis Band 3 vorgedrungen: „Das Verderben“ von „X-Wing“-Autor Michael Stackpole. Und so geht der Krieg der Sterne weiter...

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Mit „MechWarrior Dark Age“ kam es zum vielleicht größten inhaltlichen Sprung in der Geschichte des beliebten „BattleTech“-Universums. Im Jahre 3130 spielt das Ganze, eine Republik der Sphäre beherrscht das Zentrum der Inneren Sphäre und BattleMechs gehören zum alten Eisen. Kanonen zu Pflugscharen lautet die Devise. Doch dann bricht das HPG-Netz galaxisweit zusammen und auf einmal ist alles wieder offen. Mit „Geisterkrieg“ von Michael A. Stackpole liegt der Auftaktroman zu einem neuen, dunklen Zeitalter vor.

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Michael Stackpole war schon immer jemand, der gerne das Universum, in dem er sich gerade tummelte, bewegte. Berühmt dafür sind seine „BattleTech“-Romane, die lange Zeit den einzigen notwendigen Lesestoff darstellten, wenn man die großen Entwicklungen der Inneren Sphäre nachverfolgen wollte. Auch mit der „X-Wing“-Serie schrieb er „Star Wars“-Geschichte fort, statt einfach nur ein belangloses Kapitel hinzuzufügen, wie so manche anderen Autoren (etwa Barbara Hambly mit „Palpatines Auge“ oder Vonda McIntyre mit „Der Kristallstern“). Auch mit „Die schwarze Flut“, dem ersten Band seines neuen Zweiteilers, der die lang laufende „Das Erbe der Jedi Ritter“-Reihe fortsetzt, malt er am „big picture“ der Galaxis.

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In jedem Universum, das durch Romane fortgeschrieben wird, kommt irgendwann der Zeitpunkt, da neue Wege eingeschlagen werden müssen, um die Fans bei der Stange zu halten und um die eigenen Möglichkeiten zu erweitern. In „BattleTech“ vollzog sich irgendwann die Clan-Invasion, um die sich abzeichnende Übermacht Steiner-Davions zu brechen, in „Star Trek“ setzte man auf Spin-Off-Serien wie „Starfleet Corps of Enigeering“ oder „Die neue Grenze“, um den altgedienten Helden etwas Ruhe zu gönnen, in „Star Wars“ schließlich gab es die bedauerliche Regression in Kinderbuchwelten – und es gab die Yuuzhan Vong.

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Kinderromane sind im „Star Wars“-Universum neuerdings groß in Mode. Abgesehen von dem Monsterprojekt „Das Erbe der Jedi-Ritter“, das noch richtiges, episches Classic-Feeling bietet, gibt es in letzter Zeit nur noch Prequel- und Tie-In-Books, die sich mit dem Werdegang des jungen Obi-Wans, des jungen Anakins oder (in absehbarer Zukunft) des jungen Boba Fetts beschäftigen. Mit „Planet der Verräter“, dem „Star Wars“-Debüt des bekannten SF-Autoren Greg Bear („Äon“, „Slant“, „Der Amboss der Sterne“), liegt nun ein weiterer Kinderroman vor, der zwischen Episode I und II angesiedelt ist.

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