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Wächter der Schmiede
Rollenspiele, Pathfinder 29.07.16

Abenteuer gibt es einige für „Pathfinder“. Doch wie viele führen die Charaktere in die unwirtlichen Manaöden, diesen verdorrten Landstrich zwischen den Königreichen Geb und Nex, der in den verheerenden Kriegen zwischen den beiden Ländern verwüstet wurde? „Wächter der Schmiede“ steht bereit, um auch diese unwirtliche Landschaft für die Spieler zu erschließen.

von  André Frenzer

„Wächter der Schmiede“ ist dabei ein „Pathfinder“-typisches Großmodul und präsentiert auf 64 Seiten insgesamt drei Abenteuer. Allerdings sollten die Charaktere bereits einige Erfahrung mitbringen – so empfehlen die Autoren, mindestens auf der 12. Stufe zu starten. Was erwartet nun aber die Helden in den Manaöden?

Der Hintergrund der Geschichte ist rasch erklärt. Die Abgeordnete Eliza Baratella, Mitglied im Hohen Rat des Großherzogtums Alkenstern, bittet die Charaktere zu sich. Die von ihr erfundenen Messingwächter, mechanische Drohnen, welche die Randgebiete der Stadt patrouillieren und beschützen sollen, verhalten sich seit einiger Zeit seltsam. Einige von ihnen haben sogar Bürgern der Stadt Schaden zugefügt. Einer ihrer Vertrauten verschwand bei seinen Nachforschungen – und seine Spuren führen nach Norden, hinein in die unwirtlichen Manaöden.

Nach diesem knappen Auftrag präsentiert „Wächter der Schmiede“ gleich drei umfangreiche Dungeons, die es von den Charakteren zu erkunden gilt. Diese werden umfangreich präsentiert und mit einer beiliegenden, großformatigen Karte auch gerade genug illustriert, um dem Spielleiter recht wenig Arbeit zu machen. Die zu erkundenden Gewölbe ähneln sich allerdings von der Atmosphäre sehr stark – egal, ob es sich um eine vermeintlich stillgelegte Mine, eine alte Erzmühle oder eine Fabrik handelt: Förderbänder, Schienen und Mutanten prägen und bestimmen das Bild aller drei Dungeons. Das mag mitunter nicht nur recht fade wirken, tatsächlich scheinen viele Begegnungen – wie so oft in „Pathfinder“-Modulen – nur platziert worden zu sein, um den Charakteren dringend notwendige Erfahrungspunkte zuzuspielen, damit der nächste Endkampf funktioniert.

Der eigentliche Schwierigkeitsgrad der Dungeons abseits der Kämpfe präsentiert sich mitunter recht einfach. Die gestellten Rätsel wirken oft einfallslos, und auch knifflige Situationen oder Interaktionen mit den „Bewohnern“ der Gewölbe sind sehr rar gesät. Dazu kommt, dass „Wächter der Schmiede“ das einzigartige Setting der Manaöden mit seinen Manastürmen, der Urmagie oder auch den magietoten Zonen kaum aufgreift, sondern die Charaktere mit dem Zaunpfahl winkend durch die Story einer Intrige schleust, die so platt ist, dass sie den Begriff eigentlich kaum verdient. Hier wurde weder die Besonderheit des Settings aufgegriffen, noch eine intelligente Geschichte präsentiert, was ich zusammenfassend als verschenktes Potenzial betiteln möchte.

Im Anhang des eigentlichen Abenteuers findet sich eine knappe Beschreibung des Großherzogtums Alkenstern, die ich jedem ans Herz legen möchte, der plant, hier ein paar Abenteuer anzusiedeln. Mit Alkenstern wird ein unverbrauchtes, alternatives Setting für „Pathfinder“ vorgestellt, und auch wenn ich mir deutlich mehr Details zu dieser wundersamen Stadt gewünscht hätte, so bietet die knappe Beschreibung doch genügend Inspirationen und Abenteueraufhänger. Anschließend gibt es noch drei neue Monster, über deren Sinn man sicherlich streiten kann.

Im Gegensatz zu manch anderen „Pathfinder“-Veröffentlichungen hat das Lektorat hier einen ordentlichen Job gemacht – mir sind nur an wenigen Stellen Rechtschreibfehler entgegengesprungen. Optisch erwarten den Leser wenige Überraschungen, illustriert ist das Werk im „Pathfinder“-typischen Stil. Insbesondere die Portraitbilder wissen zu gefallen, aber auch die großformatigen Dungeonkarten sollen noch einmal lobend erwähnt werden.

Fazit: Das Großmodul „Wächter der Schmiede“ bietet drei ausufernde Dungeons, denen eine gewisse Technikverliebtheit gemein ist – und die sich damit von der Atmosphäre von den klassischen Verliesen unterscheiden mögen. Das ist aber auch schon alles. Wer Nachschub an frischen Gewölben für seine „Pathfinder“-Gruppe braucht, wird hier fündig. Für alle anderen gibt es sicherlich lohnenswertere Anschaffungen.


Wächter der Schmiede
Abenteuerband
Patrick Renie
Ulisses Spiele 2015
ISBN: 978-3957521538
64 S., Softcover, deutsch
Preis: EUR 24,95

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