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Artefakt #20
RPG-Magazine 14.11.07

Unzeremoniell begeht „Artefakt“ sein 20. Erscheinungsjubiläum. Das bewährte Fanzine geht wieder in eine neue Runde und bringt gleich vier Szenarien und zwar zu „Cthulhu“, „GURPS“, „Arcane Codex“ und „KULT“.

von  Markus Kolbeck

Zum Thema Rezensionen gibt es diesmal weniger. Es werden „Straßenmagie“ („Shadowrun“) und die „Cthuloide Welten #12“ besprochen. Zu Hörbüchern gibt es noch drei Besprechungen in der Rubrik „Deep One’s Digest“; dazu mehr gegen Ende dieser Rezension.

„Der Kessel der Tränen“ ist eine Schauplatzbeschreibung aus der Reihe „Abenteuerliche Orte“. Sie handelt von zwei verfeindeten Rinderzüchterfamilien und dem Kampf um eine Viehtränke. Als Wild-West-Schauplatz ist dieser Ort aber nur eingeschränkt verwendbar. Gleichzeitig hört er sich meines Erachtens zu sehr nach Wild West an, um ihn ohne Weiteres auf ein Fantasy-Setting umzumünzen, obwohl dies auch seine Reize haben kann, wenn es gelingt.

„Herr der untoten Horden“ ist ein informativer Werkstattbericht von Ulrich Schüppler darüber, wie das „Goremound“-Quellenbuch für „Arcane Codex“ entstanden ist. Der Artikel bietet weit reichende Einblicke in den Entstehungsprozess.

Als nächstes folgt ein 23-seitiges „GURPS“-Abenteuer namens „Tage wie diese …“ von Christian Langer. Es spielt im 2. Weltkrieg in Südfrankreich, in dem Gebiet also, das unter Kontrolle des Vichy-Regimes steht. Nach der Landung der Alliierten in der Normandie ist eine weitere Landung in Südfrankreich geplant. Ein Agent der Alliierten hat wichtige Informationen die Landung betreffend, stößt aber auf Schwierigkeiten bei der Übermittlung. Vom Vorgehen des Agenten und seiner Helfer handelt das Abenteuer. Wer Computer- oder Videospiele spielt, wird ein solches oder ähnliches Setting wohl kennen und mag wenig überrascht sein, als Rollenspielszenario hat das Abenteuer aber noch Neuheitswert. Außerdem fördert die Auseinandersetzung mit der (Weltkriegs-)Geschichte die Bildung. 

„The Dork Side“ wartet wie gewohnt mit lustigen Zitaten aus Rollenspielsessions auf.

Es folgt ein Überblick über LARP (Live Action Roleplaying) mit dem Titel „Krieg mit Gummiwaffen“. Es wird Grundlegendes und Informatives zu diesem Thema geboten.

Eine „Online-Leidensgeschichte“ ist „Travian.de – Siedler für Schläger?“ und handelt in kritischer Weise von den Erfahrungen, die man mit einem Onlinespiel der Kategorie „Aufbau und Konflikt“ machen kann. Sicherlich lesenswert.

„Das Haustier“ ist ein zwölfseitiges Szenario für „Cthulhu“ in den 1920ern von Christoph Schubert. Hier gerät einmal nicht ein Investigator in die Fänge einer Mythoswesenheit, sondern eine cthuloide Kreatur muss als „Haustier“ unter den Menschen leiden, bis es schließlich bittere Rache nimmt. Superb!

„Des Händlers Tochter“ ist ein elfseitiges „Arcane Codex“-Szenario von Joachim A. Hagen. Es beginnt damit, dass sich den Charakteren die Aufgabe stellt, eine Händlerstochter aus einem Räuberlager zu befreien. Wenn das gelingt, werden sie die Händlerstochter wohl zu einem Verwandten bringen, doch dieser hat Schulden, und die Schuldeneintreiber rücken ihm auf die Pelle. Für alte Rollenspielhasen bietet das Szenario wenig Neues, sodass es sich eher für Rollenspielneulinge eignet und da auch seinen Zweck, Unterhaltung zu bieten, erfüllt.

„Untot“ ist ein achtseitiges „KULT“-Szenario von Joachim A. Hagen. Die Charaktere gelangen auf die Spur von einem Jungbrunnen, der sich dann aber als etwas anderes entpuppen sollte. In diesem spannenden Szenario wird es sich zeigen, ob sie die wahre Natur des Brunnens erkennen oder es ein düsteres Ende mit ihnen nimmt.

„Die Tiefen der See“ lockert das Ganze in Form einer Kurzgeschichte von Paul Wimmer wieder etwas auf. Die Geschichte hat eine Pointe und Moral, mehr als ein kurzes Intermezzo stellt sie aber nicht dar.

Im eingangs erwähnten „Deep One’s Digest“ werden schließlich drei Hörbücher beziehungsweise -spiele vorgestellt: „Jäger der Finsternis“, „Draculas Gast“ und „Berge des Wahnsinns“. Hiermit findet „Artefakt #20“ seinen würdigen Abschluss.

Fazit: Diese Ausgabe von „Artefakt“ gehört sicherlich zu den besseren Fanzines und ist auch unter den „Artefakt“-Ausgaben überdurchschnittlich. Sie weiß vor allem aufgrund des vielen spielbaren Materials zu gefallen. Nur schade, dass es keinen Jubiläumsartikel in Form eines Überblicks über die erschienenen „Artefakt“-Ausgaben oder über den fis e. V. gibt. Letzteren gibt es ja auch schon 15 Jahre.

„Artefakt #20“ kann man für 4,30 € plus 0,85 € Porto unter www.fis-ev.de bestellen.


Artefakt #20
Fanzine für diverse Rollenspiel-Systeme
Christoph Schubert (Chefredakteur)
Förderkreis innovatives Spiel e.V. 2007
76 S., Softcover, deutsch
Preis: EUR 4,30

bei fis-ev.de bestellen

Artikel zum Weiterlesen

Artefakt #19 - 25.05.07
Straßenmagie (4.01D) - 05.02.07


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