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Artefakt #24
RPG-Magazine 07.11.09

„Artefakt #24“ weiß unter anderem mit drei Szenarien aufzutrumpfen: Einem „Deadlands“-Szenario (dem 2. Teil von „Blood Red Mountain“), dann einem Horror-Abenteuer, das man sowohl nach „KULT“-Regeln als auch nach „Cthulhu“-Regeln spielen kann, und schließlich einem Sci-Fi-Live-Rollenspielszenario. Für Fans von Comics gibt es den 2. Teil von „Kunst in kleinen Kästen“.

von  Markus Kolbeck

Nach dem Editorial geht es weiter zu den Rezensionen. Besprochen werden: „Star Trek – Vanguard: Ernte den Sturm“ (Roman), „Die Sterne stehen richtig“ (Kartenspiel), „Mystery Rummy – Fall 1: Jack the Ripper“ (Kartenspiel) und „Terra Cthulhiana“ („Cthulhu“-Quellenbuch). Auffallend ist, dass nur vier Produkte rezensiert werden, was wohl dem reduzierten Heftumfang zuzuschreiben ist. Dafür ist aber das Layout speziell in dieser Rubrik deutlich verbessert worden.

Etwas Neues ist der Autoren-Steckbrief. Hier wird der Autor von der „Blood Red Mountain“-Minikampagne, Lars Gawronsky, in einem kurzen Interview vorgestellt. Es wird geklärt, wie Lars zum Rollenspiel kam, was seine Lieblingsrollenspiele sind, was sein Verhältnis zu Gewalt und dem Bösen ist und mehr.

Ein „Deadlands“-Szenario ist dann „Das Tal der Schatten“ von Lars Gawronsky mit Joachim A. Hagen. Es ist der 2. Teil der „Blood Red Mountain“-Minikampagne, deren 1. Teil in „Artefakt #23“ erschienen ist. Er umfasst acht Seiten. Die Charaktere und das Mädchen, das bei ihnen ist, werden vom Antichristen verfolgt. Sie gelangen in das mysteriöse Tal der Schatten, wo es gilt, den Antichristen zurück in die Hölle zu schicken, bevor er die Welt zerstört. Dieser Teil der Minikampagne sieht keine drastischen Gewaltschilderungen vor und stellt einen würdigen Abschluss der beiden Szenarien dar, in dem die Spielerfiguren vor einer schwierigen Entscheidung stehen.

„Rückkehr der Superhelden“ ist ein kurzer Ausblick auf Anfänge und Gegenwart von Superhelden-Rollenspielen. Der Artikel gibt diesem eher vernachlässigten Genre (im Vergleich zu Fantasy-, Science Fiction- und Horror-Rollenspielen) neuen Auftrieb und ist sicherlich solide recherchiert.

„Der rote Tod“ ist ein 14-seitiges Abenteuer für „KULT“ und „Cthulhu Now“ für drei bis vier Spieler von Joachim A. Hagen. Darin entdeckt ein Wissenschaftler eine gefährliche Substanz, die lebende Menschen in Sekundenschnelle mumifizieren lässt. Er plant, Hunderte von Menschen damit zu töten. Das Abenteuer ist geradlinig und übersichtlich gehalten, die Handlung beschränkt sich auf zwei Spieltage. Es ist daher besonders für Anfänger unter Spielleitern und Spielern geeignet.

Als nächstes folgt in Form der „Antihelden“ der 2. Teil von „Kunst in kleinen Kästen“, deren 1. Teil in „Artefakt #23“ abgedruckt wurde. Es werden erlesene Comics für Comic-Fans und solche, die es noch werden wollen, auf gehobenem Niveau besprochen, nämlich „Hellboy 1: Saat der Zerstörung“, „The League of Extraordinary Gentlemen, Volume 1“ und „The Umbrella Academy #1: Apocalypse Suite“. Einziger Kritikpunkt ist, dass es ruhig mehr als drei Comics sein könnten, denn man hätte gerne mehr davon gelesen.

Bereits in einer „Artefakt“-Sonderausgabe sind zwei Live-Abenteuer im Agenten-Milieu veröffentlicht worden. Nun – nach einem kurzen Bericht über die Ost-Con 2009 – folgt das zwölfseitige Sci-Fi-Live-Szenario „Das Ende von Echo 12“ in Druckform samt Regeln von Marcel Bauer, Christian Röblitz, Stephan Seitz, Sina Wurst und Joachim A. Hagen nach einer Idee von Christian Röblitz. Das Abenteuer ist von der TV-Serie „Firefly“ und dem Kinofilm „Serenity“ inspiriert. Auf einer alten, abgelegenen Raumstation werden Schmuggel und andere mehr oder weniger illegale Aktivitäten geduldet, was der Allianz ein Dorn im Auge ist. Sie entsendet kurzerhand ein Raumschiff, die Raumstation aufzulösen. Besatzung und Durchreisende auf der Station haben allen Grund, das Allianzraumschiff zu fürchten und versuchen zu fliehen. Für ausreichend Motivation der Spielerfiguren ist also gesorgt, und so entsteht ein interessantes Spannungsfeld aus den vielfältigen Interaktionen der Charaktere. Da auf das Szenario gleich noch ein Spielbericht folgt, ist „Das Ende von Echo 12“ das Highlight dieser „Artefakt“-Ausgabe, auch wenn es als Live-Abenteuer einen engeren Interessentenkreis hat. Man sollte aber nicht vergessen, dass das Szenario auch als Pen&Paper-Version gespielt werden kann, wenn man die Regeln noch etwas verfeinert (oder gleich die eines bewährten Science-Fiction-Rollenspiels nimmt) und die Anzahl der Spielercharaktere reduziert und die der Nichtspielercharaktere erhöht.

„Abenteuer interessant gestalten“ ist eine neue Rubrik, deren 1. Teil „Geschichten entwerfen“ betitelt ist. Man erfährt etwas über Konflikte, interessante Einstiege, unerwartete Wendungen und mehr. In der einen oder anderen Form haben es wahrscheinlich erfahrene Rollenspieler schon einmal wo gelesen, sodass sich der Artikel wohl eher hauptsächlich an Neueinsteiger richtet. Aber niemand ist perfekt, vielleicht können alte Rollenspielhasen auch noch etwas daraus lernen.

Fazit: Man merkt, dass sich die Macher von „Artefakt“ Mühe mit ihrem Fanzine geben, ist es doch überdurchschnittlich in der Qualität, und Kritik gibt es nur wenig. Kritikpunkt bleibt der eingeschränkte Interessentenkreis des Live-Abenteuers, das man ohne Mehrarbeit auch nicht für das Tischrollenspiel adaptieren kann. Positiv soll auch noch einmal das verbesserte Layout erwähnt werden. „Artefakt #24“ kann man für 4,00 € plus 0,85 € Porto unter www.fis-ev.de bestellen.


Artefakt #24
Fanzine für diverse Rollenspiel-Systeme
Christoph Schubert (Chefredakteur)
Förderkreis innovatives Spiel e.V. (fis) 2009
56 S., Softcover, deutsch
Preis: EUR 4,00

bei fis-ev.de bestellen

Artikel zum Weiterlesen

Artefakt #23 - 03.04.09
Serenity Role Playing Game - 12.08.06


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