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Artefakt #23
RPG-Magazine 03.04.09

Mit dem Slogan „24 Seiten spielbares Material“ macht „Artefakt #23“ Werbung für seinen Inhalt. Dahinter verbergen sich ein „Deadlands“-Szenario, ein „KULT“-Abenteuer sowie mehrere Szenarioanregungen für „CthulhuTech“, „Shadowrun“ und ein universelles Science-Fiction-Setting.

von  Markus Kolbeck

Nach einem ausführlichen Vorwort von Joachim A. Hagen (Redaktion) geht es weiter mit den Rezensionen, wobei nur die zu „Cthuloide Welten #15“ von Chefredakteur Christoph Schubert stammt, da dieser aus Zeitgründen sein Engagement für „Artefakt“ einschränken muss. Die anderen Rezensionen sind zu „Space Marine Codex 5. Ed.“, „Broken Saints“, „Serenity RPG“, „Serenity Adventures“ und „Anima – Beyond Fantasy“ verfasst worden.

„Der letzte Krieg“ ist eine „CthulhuTech“-Systemvorstellung. Die Spielwelt ist von Howard Phillips Lovecrafts Gruselgeschichten und Anime-Filmen über Roboter-Kampfmaschinen inspiriert. Wer gerne einmal über den Rollenspiel-Tellerrand hinausguckt, findet hier einen fundierten Artikel.

„Aus der Tiefe“ ist eine universelle Science-Fiction-Szenarioanregung auf etwas mehr als zwei Seiten. Es geht darum, dass ein Parasit auf einem Bergbaumond versehentlich befreit wird und dieser die Belegschaft infiziert. Daraus lässt sich gut und gerne ein ausgearbeitetes Szenario entwickeln.

„Blood Red Mountain: Rise of Evil“ ist ein 7-seitiges „Deadlands“-Szenario, das den ersten Teil einer zweiteiligen Minikampagne darstellt. Der zweite Teil folgt voraussichtlich im nächsten „Artefakt“. Der erste Teil stammt ursprünglich von Lars Gawronsky und wurde von Joachim A. Hagen niedergeschrieben. Es wird vor „Szenen, die als grausam oder gewalttätig empfunden werden könnten“, gewarnt. Die Charaktere stoßen nacheinander auf zwei Leichen, die offensichtlich Opfer von rituellen Hinrichtungen wurden. Es gelingt ihnen wahrscheinlich, eine dritte Opferung zu verhindern, doch damit beginnen die Probleme der Abenteurer erst und zwar wohl in einem Ausmaße wie nie zuvor. Menschenopferungen und ähnliche üble Dinge durchzuspielen, wird manchmal Rollenspielern nachgesagt. Insofern hat dieses Szenario einen schweren Stand, aber es ist nichtsdestotrotz gelungen und beinhaltet eine überraschende Wendung.

Es folgen drei kurze Szenarioanregungen für „CthulhuTech“, sodass man neben der erwähnten Systemvorstellung auch gleich eine Idee bekommt, was man mit dem Rollenspiel anfangen kann. Danach gibt es noch drei Szenarioanregungen für „Shadowrun“.

„Die letzten Tage von Eden“ ist ein 12-seitiges „KULT“-Abenteuer von Christian Friedel. Die Charaktere stellen in ihrem Leben erfolgreiche Personen dar. Ihre innere Stimme sagt ihnen, welche Entscheidung in einer gegebenen Situation für sie am besten ist. Doch dann beginnen sie, Albträume zu haben, und Nachforschungen führen in eine alte Klinik und ein Waisenhaus. Auch dieses Abenteuer hat aufgrund von Beschreibungen von Gewalt- und Ekelszenen, von denen sich sogar die Redaktion distanziert, keinen leichten Stand. Doch es verläuft ansonsten auf hohem Niveau, und am Ende wird den Spielercharakteren einiges abverlangt, um ihr fast unausweichliches Schicksal abzuwenden.

„Rollenspieler unter der Lupe“ ist ein Erlebnisbericht von einer Sozialpädagogik-Studentin von einer Rollenspielsession. Es ist sicherlich zunächst interessant, etwas über Rollenspieler aus einem anderen Blickwinkel zu erfahren. Der Artikel bleibt aber hinter den Erwartungen zurück.

Hinter „Kunst in kleinen Kästen“ verbirgt sich eine Vorstellung „erlesener Comics“. Es werden vorgestellt: „Sin City 1: Stadt ohne Gnade“, „The Red Star 1: Die Schlacht vor Kar Dathras Tor“, „Monsieur Mardi-Gras – Unter Knochen, Band 1: Willkommen!“ und „The Walking Dead 1: Days Gone Bye“. Der Artikel ist sicherlich lesenswert und kann für interessierte Comic-Neulinge den Einstieg in ein neues Hobby darstellen. Für alte Comic-Hasen bietet der Artikel naturgemäß etwas weniger Neues.

In einem Interview („Cthulhu ist nicht die Lizenz zum Gelddrucken.“) mit „Cthulhu“-Chefredakteur Frank Heller erfährt der Leser mehr über Humor & Horror, die Zukunft der deutschen Rollenspiel-Szene, das „Hexer von Salem“-Setting, das „Traumlande“-Setting und mehr. Für mich persönlich stellt dieses Interview eines der Highlights dieser Ausgabe dar.

Es gibt noch eine zweite Systemvorstellung und zwar von „Savage Worlds“. Hier wird das System, zu dem es locker ein Dutzend Settings gibt, ausführlich und fundiert vorgestellt.

„Mord beim Mondfest“ ist ein „Cthulhu“-Conbericht. Es gibt noch eine Vorstellung der Klangwelten von „Erdenstern“ und eine einseitige gruselige Kurzgeschichte von Joachim A. Hagen.

Fazit: Das Fanzine „Artefakt“ liefert einiges an Spielbarem, was positiv auffällt, wenn auch manche Gewaltbeschreibungen nicht unumstritten sind. Obendrein gibt es ein tolles Interview mit einer der festen Größen der Rollenspiel-Szene. Die Qualität ist gut, und wem der Umfang von 56 Seiten für 4,- Euro zu wenig ist, dem sei gesagt, dass „Artefakt“ nur in einer kleinen Auflage erscheint, was die Druckkosten erhöht. Das Fanzine ist nicht darauf ausgelegt, größere Gewinne einzufahren; es muss sich selbst tragen. Also zugreifen, bevor es vergriffen ist!

„Artefakt #23“ kann man für 4,00 € plus 0,85 € Porto unter www.fis-ev.de bestellen.


Artefakt #23
Fanzine für diverse Rollenspiel-Systeme
Christoph Schubert (Chefredakteur)
Förderkreis innovatives Spiel e.V. (fis) 2009
56 S., Softcover, deutsch
Preis: EUR 4,00

bei fis-ev.de bestellen

Artikel zum Weiterlesen

Artefakt #22 - 17.11.08
KULT: Beyond the Veil  - 01.07.04


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