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Star Wars – Legacy II.3: Gesucht: Ania Solo
Comics, Star Wars 14.07.15

Die Abenteuer von Ania Solo, der Nachfahrin des legendären Schmugglers und Freiheitskämpfers Han Solo, gehen weiter. Nachdem sie den Heimatplaneten der Mon Calamari und Quarren befreit und den Sith Darth Luft besiegt hat, nimmt ihr Leben eine unerwartete Wende. Auf einmal wird sie steckbrieflich gesucht! Sie soll einen Imperialen Ritter getötet haben – und plötzlich wimmelt es um Ania herum nur so von Leuten, die ihr ans Leder wollen.

von  Bernd Perplies

Schmuggler und Kopfgeldjäger verbindet im „Star Wars“-Universum eine andauernde Feindschaft, ähnlich wie Jedi und Sith oder Imperiale und Rebellen. Die Duelle, die sich Han Solo mit dem berüchtigten Boba Fett lieferte, sind Legende. An diese berühmte Feindschaft wird erinnert, wenn im Prolog des neusten Abenteuers um die Solo-Erbin Ania auf einmal eine behelmte und leicht gerüstete Gestalt auftaucht und zwei Kleinganoven nach dem Verbleib der Schmugglerin ausfragt. Dass die vermeintliche Kopfgeldjägerin zudem eine Frau ist, wirkt nur folgerichtig, ist doch auch die Protagonistin weiblich. Dass es zwischen den beiden Damen im Verlauf der Geschichte gehörig krachen wird, kann der Leser bereits auf dem Cover des Sammelbandes sehen, der die US-Hefte „Legacy II“ #11 bis #15 aus der Feder von Corinna Bechko und Gabriel Hartmann umfasst.

Doch zunächst bewegt sich die Handlung in eine andere Richtung. Bei einem Transportauftrag erfährt Ania Solo auf einem Hinterweltplaneten, dass sie steckbrieflich gesucht wird, weil sie einen Imperialen Ritter ermordet haben soll. Sie behauptet, dass das völliger Unsinn sei, aber zumindest ihr Begleiter Jao, einst selbst ein Imperialer Ritter, wird misstrauisch. Der Mon Calamari Sauk und der „gute“ Attentäterdroide AG-37 halten dagegen unverbrüchlich zu ihr. Dann jedoch stolpern die Gefährten über ein angebliches Schiffswrack, in dem ein sehr alter Bekannter von Ania sie erwartet. Durch einen Trick bringt er Ania in seine Gewalt und flieht – oder geht sie freiwillig mit ihm? Während Jao, Sauk und AG-37 versuchen, ihre Freundin wiederzufinden, sieht sich Ania mit Geschehnissen in ihrer Vergangenheit konfrontiert.

Wie in den Vorgängerbänden ist auch dieses Abenteuer in sich abgeschlossen, wobei natürlich auf die früheren Comics Bezug genommen wird. Wir erhalten einmal mehr kurze Einblicke in die Regierungsgeschäfte des herrschenden Triumvirats, wobei deutlich wird, dass Ania Solo manch hohem Tier durchaus ein Dorn im Auge ist. Ob das nur mit dem angeblichen Mord zu tun hat, wird nicht ganz klar.

Im Wesentlichen folgt die Handlung aber Ania Solo, und sie bereichert die Protagonistin um einen weiteren Fetzen ihrer Vergangenheit. Was es mit dem Mord auf sich hat und wer ihn beging, wird im Finale natürlich geklärt. Die Geschehnisse aus der Zeit, die vor den Comic-Geschichten stattfand, bleiben jedoch sehr fragmentarisch. So erfahren wir, dass Ania durchaus jemanden umgebracht hat damals – wer das aber war, bleibt ominös. Hier werden wohl die abschließenden drei Heftausgaben Klarheit schaffen müssen, die der „Legacy II“-Reihe in den USA noch beschieden waren, bevor Disney übernahm, das alte Expanded Universe beendete und die Comic-Lizenz von Dark Horse an Marvel übertrug.

Zur Optik gibt es wenig Neues zu sagen. Den Zeichenstift hat erneut Gabriel Hartmann ergriffen, der Stil gefällt mir nach wie vor, wenngleich ich das Gefühl habe, dass ihm zunehmend Nachlässigkeiten in der Figurenzeichnung unterlaufen sind. Mal gibt es Panel, die fantastisch aussehen, dann wieder blicken einen verzerrte, rasch gezeichnete Gesichter an, wie man sie in der Comic-Serien-Produktion leider viel zu häufig sieht. Unterm Strich überwiegt aber die gelungene Pinselführung.

Eine Cover-Galerie schließt den Band ab.

Fazit: Es ist kein episches Abenteuer, das dem Leser im dritten Sammelband von „Legacy II“ erwartet. Vielmehr steht eine sehr persönliche Geschichte aus Ania Solos Vergangenheit im Mittelpunkt. Die ist rund erzählt, und es macht nach wie vor Spaß, die zukünftige Version der klassischen „Star Wars“-Heldengruppe zu begleiten. Am Ende steht sogar ein kleiner Cliffhanger, der den in Band 3 auffällig abwesenden Darth Wredd (Wir erinnern uns: Er ist der eigentliche Oberböse.) wieder ins Spiel bringt und hoffentlich im abschließenden, vierten Sammelband aufgelöst wird.


Star Wars – Legacy II.3: Gesucht: Ania Solo
Comic
Corinna Bechko, Gabriel Hardman
Panini Comics 2015
ISBN: 978-3-95798-231-5
124 S., Softcover, Deutsch
Preis: EUR 14,99

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Artikel zum Weiterlesen

Star Wars – Legacy II.2: Planet des Todes - 08.02.15
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