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Midnight Syndicate – Gates of Delirium
RPG-Musik 05.11.07

Dichte Nebelschwaden ziehen auf, graue Wolken verdecken die Sonne und der Winter legt sich langsam aber sicher über das Land. Dies ist die beste Zeit, um mit einem Album von Midnight Syndicate für eine Horrorparty oder Rollenspielrunde eine unheimliche Atmosphäre zu schaffen. Midnight Syndicate führen uns mit „Gates of Delirium“ in das Haverghast Asylum. Doch was erwartet den Hörer in dieser düsteren Einrichtung?

von  Peter Berneiser

Die Musiker von Midnight Syndicate sind spätestens seit der Veröffentlichung des offiziellen „D&D“-Soundtracks im Jahr 2003 keine Unbekannten mehr. Inzwischen haben sie acht Alben veröffentlicht. Das letzte Werk „Out of the Darkness“ ist eine Zusammenstellung von neu aufgenommenen Stücken der ersten drei Alben. Seit der Gründung 1996 produzieren Edward Douglas und Gavin Goszka Musik für die Zeit um Halloween, Horrorvorführungen und Rollenspiele. In jedem Album vertonen Midnight Syndicate eine unheimliche Geschichte. In „Gates of Delirium“ verschlägt es den Hörer in eine Nervenheilanstalt. Gerüchte besagen, dass an diesem Ort finstere Mächte lauern....

In 21 Musikstücken wird der Hörer fast eine Stunde lang durch das Haverghast Asylum geführt. Nach der Ankunft und dem verstörenden Stimmengewirr, welches beim Betreten der Einrichtung aufkommt, offenbart sich nach und nach eine unheilvolle Umgebung. Langsame, getragene Stücke wechseln sich mit schnellen, nervenaufreibenden Kompositionen ab und sorgen für eine abwechslungsreiche und spannungsvolle Unterhaltung.

Im Vergleich zu den vorangegangenen Produktionen werden auf diesem Album verstärkt Soundeffekte zum Einsatz gebracht. So wird die Reise zur Anstalt mit dem Hufgetrappel der Pferde untermalt, während beim Gang durch die Einrichtung ein unheimliches Flüstern zu hören ist. Die Stücke können einzeln zur musikalischen Gestaltung verwendet werden, stehen aber in einer thematischen Reihenfolge und bauen aufeinander auf. Den Arrangements von Midnight Syndicate hört man zuweilen an, dass sie aus dem Synthesizer stammen. Insgesamt ist die Produktion jedoch von guter Qualität.

Fazit: Das Thema des Albums ist sehr speziell und nicht für jeden Rollenspielabend geeignet. Für eine „Call of Cthulhu“-Rollenspielrunde ist dieses Album eine echte Bereicherung, aber auch Horrorszenarien in anderen Systemen können mit „Gates of Delirium“ spannungsvoll unterlegt werden. Neben dem Einsatz beim Rollenspiel kann man mit diesem Album auch in anderen Spielrunden – beispielsweise „Fury of Dracula“ oder „Arkham Horror“ – Atmosphäre schaffen.


Gates of Delirium
Audio-CD
Midnight Syndicate 2001
ISBN: n. a.
1 CD, 54 min.
Preis: EUR 12,95

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