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Schattenjäger: Das Handbuch des Inquisitors
Rollenspiele, Warhammer 40.000 13.12.09

Die Leben eines Akolythen der Inquisition im Imperium ist kein leichtes. An jeder Ecke warten Ketzer, Mutanten oder gar Schlimmeres, und man kann schnell zu den unzähligen Toten gehören, die es jeden Tag gibt. Da ist es von Vorteil, wenn man auf gute Ausbildung zurückgreifen kann und die geeignete Bewaffnung zur Hand hat.

von  Sebastian Thies

Im Gegensatz zur englischen Version fällt einem sofort auf, dass „Das Handbuch des Inquisitors“ auf Deutsch ein Hardcover geworden ist. Auch bei dem Papier hat man sich für eine bessere Qualität entschieden, was dann auch dazu führt, dass das Werk um ein Drittel schmaler geworden ist (und das trotz des Hardcovereinbands). Beim Aufschlagen sticht einem die Karte des Calixis-Sektors, wie man sie schon aus dem Grundregelwerk kennt, ins Auge. Um Längen besser als die rein weiße Innenseite des Einbandes beim englischen Pendant.

Der Titel passt jedoch nicht wirklich zu dem Quellenband, da es sich eher an die Spieler und ihre Charaktere, die Akolythen, richtet. In dem Band werden Themen behandelt, die bei anderen Spielen unter Titeln wie „Kompendium für den Spieler“ veröffentlicht.

So gibt es nun neben den vier Herkünften aus dem Grundregelwerk noch vier weitere. So kann der Charakter adliger Herkunft sein, aus dem Schola Progenium (eine Art imperiales Waisenhaus) oder von einer Fabrikwelt, die unter der Herrschaft des Adeptus Mechanicus stehen, kommen oder er gehört zu den geläuterten Seelen, deren ursprüngliche Persönlichkeit ersetzt wurden.

Als neue Option bei der Charaktererschaffung, kann man sich spezielle Welten aus dem Calixis-Sektor aussuchen, soweit sie zur Herkunft des Charakters passen. Diese Welten werden in einem kleinen Überblick, der kurz die Welt vorstellt, angeboten. Hat sich ein Spieler für solch eine Welt entschieden, werden die Modifikationen der Herkunft durch die des Planeten ersetzt.

Ebenfalls neu sind die Hintergrundpakete, die man bei der Charaktererschaffung mit den Starterfahrungspunkten kaufen kann. Solche Hintergrundpakete gibt es für jede Klasse. Sie geben dem Charakter neben einer kleinen Hintergrundgeschichte auch weitere Modifikationen, die sich auf die Werte des Charakters auswirken.

Als neuen Karrierepfad gibt es dann noch die Schwestern des Adeptus Sororitas. Eine mächtige Klasse, die man nur im Einvernehmen mit dem Spielleiter erschaffen sollte. So besitzen die Schwestern Talente, bei denen sie ihre Schicksalspunkte temporär oder permanent benutzen können und damit massiv in das Spielgeschehen eingreifen können.

Um die bestehenden Karrierepfade abwechslungsreicher zu gestalten, gibt es nun alternative Ränge bei den Karrieren. So kann man anstatt des Ranges, den man laut Grundregelwerk bei einem Stufenaufstieg auswählen kann, einen alternativen aus diesem Band wählen, soweit man die Voraussetzungen erfüllt.

Es gibt auch noch drei Elitesteigerungspakete, die man für EP kaufen kann. Diese Pakete funktionieren vom Prinzip her wie die vorher erwähnten Hinterrundpakete, nur dass man sie während der Abenteuerlaufbahn des Charakters wählen kann.

Der Schwerpunkt des Handbuches liegt jedoch bei der Ausrüstung, die sich über 110 Seiten erstreckt – aufgegliedert in fünf Kapitel, die sich um die Ausrüstung der verschiedenen Welttypen drehen. So findet man alle Waffen, Rüstungen, Ausrüstungen und Dienstleistungen einer Feudalwelt in einem Kapitel, während man die Waffen, Rüstungen usw. von Fabrikwelten in einem anderen Kapitel findet. Zwischen den ganzen Gegenständen liegen immer wieder Kästen mit kurzen Informationen zu verschiedensten Dingen, die mit einigen der Gegenstände etwas zu tun haben.

Damit sind dann die Dinge abgehandelt, die sich auf die Werte des Charakters auswirken. Die beiden letzten Kapitel des Bandes behandeln Aspekte, die dem Spieler Hilfestellungen geben, wie sich das Leben im Calixis-Sektor darstellt. Unter „Religion & Aberglauben“ erfährt man einiges über die verschiedensten Dinge des Glaubens an den Imperator. So werden etwa Kulte und Heilige vorgestellt oder es wird über den Makel der Ketzerei berichtet. Im „Leben des Akolythen“ kann der Spieler nachlesen, wo seine Position innerhalb der Inquisition ist und wie er sich zu verhalten hat. Neben Regeln zu Kontakten und wie man sich ein Alter Ego erschafft, findet man auch Hinweise, wie man die schon vorhandenen Skills noch auf andere Weise verwenden kann.

Insgesamt muss man aber sagen, dass diese beiden Kapitel doch leider etwas kurz ausfallen. Man hätte hier eindeutig noch mehr in die Tiefe gehen können.

Das Handbuch wird mit Tabellen abgeschlossen, die noch einmal alle Waffen auf einen Überblick bieten. Somit muss man nicht die einzelnen Kapitel durchforsten, bis man die gesuchte Waffe findet.

Fazit: Der Band beinhaltet viele sinnvolle Erweiterungen, die das Spiel und die Charaktere abwechslungsreicher machen können. Die alternativen Karriereränge lohnen sich wirklich. Doch leider hat man es versäumt, dem Spieler mehr Hilfestellungen bei seiner Rolle als Akolyth zu geben. Über die Inquisitoren erfährt man eigentlich gar nichts Neues. Der Name „Das Handbuch des Akolythen“ wäre daher zutreffender gewesen. Das Buch lohnt sich als Kompendium, wenn man mehr Ausrüstung und neue Alternativen bezüglich der Charaktererschaffung und -entwicklung haben will.


Das Handbuch des Inquisitors
Quellenbuch
Alan Bligh, Robert J. Schwalb u.a.
Feder & Schwert 2009
ISBN: 978-3-86762-038-3
272 S., Hardcover, deutsch
Preis: EUR 44,95

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