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Star Wars: Dawn of the Jedi 3: Machtkrieg
Comics, Star Wars 08.07.15

„Machtkrieg“ ist der dritte und abschließende Band der Comic-Trilogie „Dawn of the Jedi“, welche ca. 25.000 Jahre vor der Schlacht von Yavin spielt und über die Ereignisse erzählt, die zur Gründung des Jedi-Ordens geführt haben.

von  Morgath

Auf die Rezensionen von Teil 1 „Machtsturm“ (http://www.ringbote.de/737+M5c741b082a9.html) und Teil 2 „Der Gefangene von Bogan“ (http://www.ringbote.de/737+M5ee31c1c837.html) wird vorab verwiesen.

Der Krieg hat begonnen. Die Rakata schicken ihre Truppen in das Tython-System. Sie sollen die Verteidigung vernichten, die Überlebenden versklaven und das System ausbeuten. Kurz: die unermessliche Macht der Rakata weiter mehren. Zusätzlich verfolgt Predor Skal’Nas, der oberste Lord der Rakatas, noch ein weiteres Ziel: Irgendwo in dem System soll sich ein Unendlichkeitstor befinden. Mittels dieses Tores kann man in Sekundenschnelle zu jedem beliebigen Ort im Universum reisen. Das Tor wäre in den Händen der Rakata eine gnadenlose Waffe, denn sie könnten damit Welten überfallen, ohne dass deren Bewohner sich auf den Angriff vorbereiten könnten.

Doch der Vormarsch der Truppen stößt auf überraschend heftigen Widerstand: Die Je’daii, angeführt von dem ungleichen Paar Daegen Lok und Xesh, schlagen die ersten Angriffswellen so erfolgreich zurück, dass sogar die Position von Predor Skal’Nas ins Wanken gerät. Aufstrebende Generäle hinterfragen seine Autorität, sodass dieser sich auch einem inneren Machtkampf stellen muss. Doch der Krieg geht gnadenlos weiter und jede Seite spielt ihre Trümpfe aus. Schließlich mündet alles – wie es sich für „Star Wars“ gehört – in einen Zweikampf mit Lichtschwertern!

„Machtkrieg“ ist ein würdiges Ende für die Trilogie. Gekonnt werden Umstände, die man in den ersten beiden Bänden nebenbei wahrnahm oder über die man sich wunderte, aber erstmal hinnahm, zu einem sinnvollen Ganzen zusammengefügt, sodass man eine runde und stimmige Geschichte erhält. Sogar auf eine überraschende Wendung darf sich der Leser freuen. Das Ende bietet den erwarteten Showdown und eine kleine Perspektive auf das, was kommen mag.

Blicken wir abschließend auf die gesamte Trilogie. Wir haben eine gute Geschichte, deren Stärken man erst im letzten Band richtig würdigen kann. Wir haben einige interessante Charaktere, die die Geschichte lebendig machen. Wir haben eine gut ausgearbeitete Welt, deren Besonderheiten auch eine tragende Rolle in der Geschichte spielen.

Aber es gibt auch Schwächen: Man merkt kaum, dass die Geschichte vor 25.000 Jahren spielt. Die Technik entspricht, von wenigen Ausnahmen abgesehen, dem, was man aus den „Star Wars“-Filmen kennt. Es gibt Raumschiffe, Lichtschwerter und Laserkanonen. Ich hätte mir da deutlichere Unterschiede gewünscht.

Auch das eigentliche Ziel, die Entstehung des Jedi-Ordens zu enthüllen, wird nur teilweise erreicht. Der Jedi-Orden entstand aus dem Je’daii-Orden, dessen Entstehung aber im Dunkeln bleibt, sodass man immer noch nicht weiß, was die Ursprünge des Ordens sind. Zwar erfährt man, dass etwa 36.000 Jahren vor der Schlacht von Yavin uralte Pyramiden-Raumschiffe, genannt Tho Yor, durch die Galaxien reisten, jene einsammelten, die stark in der Macht waren, und sie dann nach Tython brachten, wo sie die Beherrschung der Macht lernen und die besten von ihnen zu Je’daii wurden. Wer oder was die Tho Yor sind und was sie damit bezweckten, bleibt aber unklar.

Auch die Erklärung, wie die Jedi zum Lichtschwert, ihrem „Markenzeichen“, kamen, ist mehr als unbefriedigend. Die Antwort ist, dass die Rakata diese Waffe schon kannten und die Je’daiis schlicht ihre Technologie übernahmen. Aber woher haben die Rakata die Lichtschwerter? Auch hier wird ein Geheimnis „aufgeklärt“, indem es durch ein anderes ersetzt wird.

Mein persönliches Fazit: Die „Dawn of the Jedi“-Trilogie ist für sich genommen eine gute Geschichte, im Gesamtkontext von „Star Wars“ gesehen, aber nicht so überzeugend.

Fazit: „Machtkrieg“ ist ein würdiges Ende der „Dawn of the Jedi“-Trilogie. Die Geschichte ist gut durchdacht und wird zum Schluss erfreulich rund. Man wird als Leser gut unterhalten. Ob die Vorgeschichte sich stimmig in den Gesamtkontext von „Star Wars“ einfügt, muss jeder für sich entscheiden.


Star Wars: Dawn of the Jedi 3: Machtkrieg
Comic
John Ostrander, Jan Duursema
Panini Comics 2014
ISBN: 978-3-86201-823-9
124 S., Softcover, deutsch
Preis: EUR 14,99

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Artikel zum Weiterlesen

Star Wars: Dawn of the Jedi 2: Der Gefangene von Bogan - 13.06.15
Star Wars: Dawn of the Jedi 1: Machtsturm - 04.03.13


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