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Artefakt #19
RPG-Magazine 25.05.07

In letzter Zeit hat Chefredakteur Christoph Schubert einen Großteil des Umfangs von „Artefakt“ erbracht. Diesmal sieht es etwas anders aus: Die zwei Abenteuer („Arcane Codex“ & „Cthulhu Now“) im Heft stammen aus der Feder von Joachim A. Hagen und entlasten so den Chefredakteur. Man darf gespannt sein!

von  Markus Kolbeck

Nach dem Vorwort von Christoph Schubert geht es weiter mit kompetent verfassten Rezensionen: Rezensiert wurden „Chaugnar Faugns Fluch“, „Zeitlose Ängste“, „Cthuloide Welten #11“, „Saphiria“, „Magdar“, „Mutiny“ und „Blood & Guts“.

Die Reihe „Horrorviecher“ geht in den zweiten Teil und handelt diesmal in illustrer Weise von Vampiren. Es wird eine Definition geliefert und präsentiert, wie Vampire in Spiel, Film und Hörbuch dargestellt werden. Die Reihe ist recht unterhaltsam und liefert zudem noch jede Menge an medialen Informationen.

Es folgt ein Kampagnenrückblick zu „The Transylvania Chronicles“, der rund 1000 Jahre Vampirgeschichte vom Mittelalter bis in die Neuzeit umfasst. Diese Kampagne wird mit zwei „Vampire“-Regelwerken gespielt: „Vampire aus der Alten Welt“ und „Die Maskerade“. Es werden zu der Kampagne die einzelnen Abschnitte geschildert und eine Schlusswertung geliefert. Eine in vielerlei Hinsicht bemerkenswerte Kampagne. Wer sie einmal leiten will, sollte sich vorher diesen Artikel zu Gemüte führen.

Weiter geht es wieder mit medialen Informationen in Form des zweiten und abschließenden Teils der „Science-Fiction-Klassiker“. In kurzweiliger Art werden vorgestellt: „Planet der Vampire“, „Raumpatrouille Orion“, „Die phantastische Reise“, „Soylent Green“ und  die Serie aus den 1980ern „Per Anhalter durch die Galaxis“.

Das 13-seitige „Arcane Codex“-Abenteuer „Der Turm der Seelen“ von Joachim A. Hagen spielt zum Teil im Traumreich. 26 Kinder eines Dorfes, in das die Charaktere gelangen, sind nicht mehr aus dem Schlaf aufzuwecken. Sie drohen zu verhungern und  zu verdursten. Ein Schamane und der Herrscher des Traumreiches können weiterhelfen. Es ist ein interessanter Aspekt, dass das Szenario teilweise im Traumreich spielt. Dazu gibt es dann auch eigene Regeln. Das Fantasy-Abenteuer stellt sicherlich eine Bereicherung für „Artefakt #19“ dar. Zu diesem Szenario gehört auch noch der folgende Artikel: „Oneiros – Stadt der Träume“. Dies ist der Auftakt zu einer neuen Reihe namens „Abenteuerliche Orte“. Viel versprechend!

Im „Deep One’s Digest“ werden die Hörbücher „Der Sandmann“ und „Das öde Haus“, beide nach Erzählungen von E. T. A. Hoffmann, vorgestellt. Beide zeichnen sich nicht nur durch Qualität, sondern auch durch einen günstigen Preis aus, sodass man hier ein Schnäppchen machen kann.

„… vielleicht auch träumen“ ist ein 21-seitiges „Cthulhu Now“-Szenario von Joachim A. Hagen. Ein Konzern untersucht außersinnliche Wahrnehmung und benutzt dazu eine Droge. Nach mehreren Tagen des Experimentierens kommt es in einem abgeriegelten Labor zur Katastrophe. Die NSCs werden zu Selbstmordkandidaten und der Versuchsleiter läuft Amok. Dieses Abenteuer nach der Machart „Mad Scientist“ weiß zu begeistern und lebt viel von seiner beklemmenden Atmosphäre, die die NSCs mittragen (was etwas Geschick vom Spielleiter erfordert). Auffallend sind witzige Anspielungen: So kommt eine Schubertstraße vor; „Schubert“ ist der Nachname des „Artefakt“-Chefredakteurs, wie ich schon in dieser Rezension erwähnte. Einer der NSC schreibt an einem Roman namens „Jenseits der Schwelle“, was in Wirklichkeit ein „Cthulhu“-Abenteuerband ist. Außerdem klingen manche NSC-Namen ähnlich wie die von „Cthulhu“-Redakteuren.

Es gibt noch das lustige „Dork Side“ und ein Kurzgeschichtenfragment beziehungsweise eine Kurzgeschichte. Das erstere, „Blutroter Regen“ von Christian Endres, ist das Schlußfragment einer Kurzgeschichte, das zu veröffentlichen in „Artefakt“ zuvor vergessen wurde und erst jetzt der Handlung so richtig Sinn verleiht. Zweitere ist „Just Feel the Dark“ von Claudia Hornung und spielt in einem interessanten SF-Setting im Kontext des Albums „The Psychedelic Avengers and The Decterian Blood Empire“.

Abschließend gibt es noch einige Bemerkungen zu Geocaching, einem neuen Hobby, sodass man mit „Artefakt #19“ auch diesbezüglich auf dem Laufenden ist.

Fazit: Diese Ausgabe von „Artefakt“ bietet wieder Vielfältiges auf gutem Niveau. Man bekommt Informatives und Spielbares geliefert, womit für jeden etwas dabei sein dürfte und man eigentlich mit dem Kauf nichts falsch machen kann. „Artefakt“ gehört zu den besseren Fanzines und hat sich lange bewährt.

„Artefakt #19“ kann man ein Exemplar zum Preis von 4,30 € plus 0,85 € Porto unter www.fis-ev.de bestellen.


Artefakt #19
Fanzine für diverse Rollenspiel-Systeme
Christoph Schubert (Chefredakteur)
Förderkreis innovatives Spiel e.V. 2007
76 S., Softcover, deutsch
Preis: EUR 4,30

bei fis-ev.de bestellen

Artikel zum Weiterlesen

Cthuloide Welten #11 - 26.12.06
Chaugnar Faugns Fluch - 06.06.06


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