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Star Wars – Showdown auf dem Schmugglermond
Comics, Star Wars 10.05.17

Kurz nach der Zerstörung des ersten Todessterns herrscht eine dunkle Zeit für die Rebellion. Das Imperium jagt die Widerständler gnadenlos. Gleichzeitig sucht Luke Skywalker nach dem Erbe von Obi-Wan Kenobi, um herauszufinden, was es heißt, ein Jedi zu sein. Auf dem Schmugglermond Nar Shaddaa kommt es zu einem Showdown zwischen Rebellen, Imperialen und einem fiesen Huttenverbrecher.

von  Ye Olde Jedi-Master

Der Comic-Band läuft auch unter dem Namen „Star Wars Reprint 3“ und versammelt die US-Heftausgaben „US-Star Wars #7-#12“ von 2016. Damit schließt er direkt an den Sammelband „Skywalker schlägt zu!“ an, der die ersten sechs Heftausgaben versammelt. Er schließt sogar so nahtlos an, dass man das Band eigentlich nicht alleine lesen kann, zumindest nicht ohne kapitale Verwirrung zu verspüren. Etwa mag man sich fragen, woher Luke Skywalker das Tagebuch von Obi-Wan Kenobi hat. Oder was Han und Leia auf einem namenlosen Planeten unweit des Monsua-Nebels treiben. Und warum zum Teufel ist Han auf einmal verheiratet (nicht mit Leia, sondern einer feschen, dunkelhäutigen Schmugglerin namens Sana)? Zwei der drei Dinge werden in „Skywalker schlägt zu!“ erklärt. Die dritte Sache, diese ominöse Ehe und ihre Umstände, soll zum Running Gag des vorliegenden Bands werden.

Doch zunächst beginnt der Band ganz ungewohnt, nämlich mit einer Einzelabenteuer von Obi-Wan Kenobi auf Tatooine, das etwa zehn Jahre in der Vergangenheit liegen dürfte. In ihm tritt der verrückte Einsiedler Ben gegen eine Truppe Wasserdiebe des notorischen Verbrechers Jabba an. Das Ganze soll ein Tagebucheintrag sein, den – wie sich am Schluss zeigt – Luke liest, um mehr über das Wesen der Jedi zu verstehen. Anschließend geht’s zum titelgebenden Schmugglermond. Luke will sich von dort eine Passage zum Jedi-Tempel auf Coruscant beschaffen. Allerdings sind die Einheimischen widerwillig bis feindselig eingestellt – und so endet unser junger Learning-By-Doing-Padawan in den Klauen eines Hutten, der eine Vorliebe für die Relikte der Jedi und für tödliche Gladiatorenspiele hat.

Han und Leia müssen sich derweil mit Sana herumschlagen, die ihren Ehemann gerne zurück hätte und die Prinzessin ans Imperium verscherbeln will. Da dass Imperium nicht groß darin ist, Vereinbarungen zu treffen und die dann auch einzuhalten – wir kennen das von Lando Calrissian –, sehen sich alle drei kurz darauf zur gemeinsamen Flucht gezwungen. Ein Notruf führt sie dann ebenfalls nach Nar Shaddaa, wohin sich auch Chewbacca und C-3PO aufgemacht haben, die ihrerseits eine Rettungsmission unternehmen wollen. Am Ende – der Titel verrät es – rummst es dann so richtig.

Genau genommen rummst es eigentlich ständig. Mangelnde Action kann man Texter Jason Aaron und Illustrator Stuart Immonen wirklich nicht vorwerfen. Blastergefechte, Raumverfolgungsjagden, Lichtschwertduelle, Schlägereien. „Star Wars“ unter Disney ist weiß Gott schnell und laut und verschwendet wenig Zeit auf „innere Konflikte“. Dabei ist die Geschichte angenehm rund und endet an einem guten Zwischenschlusspunkt. Neben dem Fan-Favourite-Planeten Nar Shaddaa freut man sich dabei über einen coolen neuen Huttengangster, der den schneckenartigen Fieslingen sogar noch eine neue Facette abgewinnen kann, über einen Cameo des Kopfgeldjägers Dengar und ein Ungeheuer, gegen das der Rancor wie ein Schoßtier aussieht. (Kein Wunder, dass Luke den in „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ so lässig besiegen konnte. Wer zuvor gegen „Kongo, den Ausweider“ angetreten ist, fürchtet doch keinen Rancor mehr!)

Auch optisch wird wieder feine Kost geboten. Immonen trifft Helden, Schurken und Technik ziemlich gut, vor allem Leia und TIE-Piloten scheinen es ihm angetan zu haben. Auf diesem Niveau macht es Spaß, „Star Wars“-Comics zu lesen. Das gilt übrigens auch für die Handlung.

Fazit: Eine knackige Fortsetzung von „Skywalker schlägt zu!“ – und auch nur als solche wirklich zu genießen. Ohne die Vorgeschichte hängt man als Leser etwas in der Luft. Wer aber besagten ersten Band kennt, wird mit dem „Showdown auf dem Schmugglermond“ viel Freude haben, denn die Story ist schnell, actionreich, bisweilen witzig (wenn Han versucht, Leia die Sache mit der Ehe zu erklären, aber ständig scheitert) und sehr ordentlich gezeichnet. „Star Wars“, wie es jedem Fan gefallen kann. Die einzige Kritik, die man an dem Comic üben kann, wäre, dass er stilistisch und erzählerisch kein Risiko eingeht. Er ist kein „Dark Empire“. Aber das muss er ja auch gar nicht sein.Der Comic-Band läuft auch unter dem Namen „Star Wars Reprint 3“ und versammelt die US-Heftausgaben „US-Star Wars #7-#12“ von 2016. Damit schließt er direkt an den Sammelband „Skywalker schlägt zu!“ an, der die ersten sechs Heftausgaben versammelt. Er schließt sogar so nahtlos an, dass man das Band eigentlich nicht alleine lesen kann, zumindest nicht ohne kapitale Verwirrung zu verspüren. Etwa mag man sich fragen, woher Luke Skywalker das Tagebuch von Obi-Wan Kenobi hat. Oder was Han und Leia auf einem namenlosen Planeten unweit des Monsua-Nebels treiben. Und warum zum Teufel ist Han auf einmal verheiratet (nicht mit Leia, sondern einer feschen, dunkelhäutigen Schmugglerin namens Sana)? Zwei der drei Dinge werden in „Skywalker schlägt zu!“ erklärt. Die dritte Sache, diese ominöse Ehe und ihre Umstände, soll zum Running Gag des vorliegenden Bands werden.

Doch zunächst beginnt der Band ganz ungewohnt, nämlich mit einer Einzelabenteuer von Obi-Wan Kenobi auf Tatooine, das etwa zehn Jahre in der Vergangenheit liegen dürfte. In ihm tritt der verrückte Einsiedler Ben gegen eine Truppe Wasserdiebe des notorischen Verbrechers Jabba an. Das Ganze soll ein Tagebucheintrag sein, den – wie sich am Schluss zeigt – Luke liest, um mehr über das Wesen der Jedi zu verstehen. Anschließend geht’s zum titelgebenden Schmugglermond. Luke will sich von dort eine Passage zum Jedi-Tempel auf Coruscant beschaffen. Allerdings sind die Einheimischen widerwillig bis feindselig eingestellt – und so endet unser junger Learning-By-Doing-Padawan in den Klauen eines Hutten, der eine Vorliebe für die Relikte der Jedi und für tödliche Gladiatorenspiele hat.

Han und Leia müssen sich derweil mit Sana herumschlagen, die ihren Ehemann gerne zurück hätte und die Prinzessin ans Imperium verscherbeln will. Da dass Imperium nicht groß darin ist, Vereinbarungen zu treffen und die dann auch einzuhalten – wir kennen das von Lando Calrissian –, sehen sich alle drei kurz darauf zur gemeinsamen Flucht gezwungen. Ein Notruf führt sie dann ebenfalls nach Nar Shaddaa, wohin sich auch Chewbacca und C-3PO aufgemacht haben, die ihrerseits eine Rettungsmission unternehmen wollen. Am Ende – der Titel verrät es – rummst es dann so richtig.

Genau genommen rummst es eigentlich ständig. Mangelnde Action kann man Texter Jason Aaron und Illustrator Stuart Immonen wirklich nicht vorwerfen. Blastergefechte, Raumverfolgungsjagden, Lichtschwertduelle, Schlägereien. „Star Wars“ unter Disney ist weiß Gott schnell und laut und verschwendet wenig Zeit auf „innere Konflikte“. Dabei ist die Geschichte angenehm rund und endet an einem guten Zwischenschlusspunkt. Neben dem Fan-Favourite-Planeten Nar Shaddaa freut man sich dabei über einen coolen neuen Huttengangster, der den schneckenartigen Fieslingen sogar noch eine neue Facette abgewinnen kann, über einen Cameo des Kopfgeldjägers Dengar und ein Ungeheuer, gegen das der Rancor wie ein Schoßtier aussieht. (Kein Wunder, dass Luke den in „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ so lässig besiegen konnte. Wer zuvor gegen „Kongo, den Ausweider“ angetreten ist, fürchtet doch keinen Rancor mehr!)

Auch optisch wird wieder feine Kost geboten. Immonen trifft Helden, Schurken und Technik ziemlich gut, vor allem Leia und TIE-Piloten scheinen es ihm angetan zu haben. Auf diesem Niveau macht es Spaß, „Star Wars“-Comics zu lesen. Das gilt übrigens auch für die Handlung.

Fazit: Eine knackige Fortsetzung von „Skywalker schlägt zu!“ – und auch nur als solche wirklich zu genießen. Ohne die Vorgeschichte hängt man als Leser etwas in der Luft. Wer aber besagten ersten Band kennt, wird mit dem „Showdown auf dem Schmugglermond“ viel Freude haben, denn die Story ist schnell, actionreich, bisweilen witzig (wenn Han versucht, Leia die Sache mit der Ehe zu erklären, aber ständig scheitert) und sehr ordentlich gezeichnet. „Star Wars“, wie es jedem Fan gefallen kann. Die einzige Kritik, die man an dem Comic üben kann, wäre, dass er stilistisch und erzählerisch kein Risiko eingeht. Er ist kein „Dark Empire“. Aber das muss er ja auch gar nicht sein.


Star Wars: Showdown auf dem Schmugglermond
Comic
Jason Aaron, Stuart Immonen
Panini Comics 2016
ISBN: 978-3-95798-920-8
140 S., Softcover, deutsch
Preis: EUR 14,99

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