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Dragon Age – Magekiller
Comics, Fantasy (allgemein) 14.04.17

„Magekiller“ ist ein Comic aus der Welt von „Dragon Age“. Im Mittelpunkt stehen zwei bisher noch unbekannte Charaktere, sodass der Comic auch für Leser interessant sein könnte, die über kein Hintergrundwissen verfügen und einfach mal „Dragon Age“ kennenlernen möchten. Doch ist dem wirklich so?

von  Morgath

Marius und Tessa üben ein gefährliches Gewerbe aus: Sie töten Magier! Zumindest wenn der Preis stimmt. Noch gefährlicher wird es für sie, als ein Magier sie anheuert, um andere Magier zu töten. Dabei handelt es sich um keinen Geringeren als Archon Radonis, den Herrscher des Tervinter-Imperiums. Das Imperium wurde von Magiern errichtet und beherrschte einst ganz Thedas (ein Kontinent auf der Welt von „Dragon Age“). Der Glanz vergangener Tage ist längst erloschen, doch es gibt nicht wenige machtbesessene Magier, die Tervinter „great again“ machen wollen. Allen voran die Geheimgesellschaft der Venatori, und da diese für den Imperator gefährlich werden kann, zieht der es vor, deren Anführer beseitigen zu lassen. Natürlich darf keine Spur auf ihn zurückführen, denn ein Imperator, von dem bekannt wird, dass er mächtige Untertanen töten lässt, gilt schnell als Tyrann und er würde sich durch das Beseitigen eines Feindes, schnell tausend neue schaffen. Für Marius und Tessa bedeutet dies,  dass auch sie beseitigt werden, sobald sie ihren Job erledigt haben. Also was sollen sie machen?

„Magekiller“ beginnt vielversprechend. Es wird eine schillernde Kulisse mit einem interessanten Konflikt aufgebaut, doch leider löst sich dieser schon nach ca. einem Drittel der Geschichte auf und die nachfolgenden Entwicklungen haben dann nur noch wenig mit der Ausgangssituation zu tun. Zu meinem Leidwesen geht es dann auch wieder einmal um die Rettung der Welt. Dabei wird erzählerisch viel verschenkt, denn die Geschichte rauscht auf die Weltrettung zu, ohne sich Zeit zu nehmen, die Problematik und die Gefahr ausführlich zu erläutern. Das ist etwa so, als würde Frodo den Ring schon im dritten Kapitel in den Vulkan werfen.

Das ist schade, denn im Kern kann „Magekiller“ in vielen Bereichen punkten. Die beiden Hauptfiguren sind gut ausgearbeitet. Da wäre der wortkarge Marius, der sein „Gewerbe“ perfektioniert hat, ohne es zu lieben. Er sieht es als notwendige Pflicht an, der er nicht entkommen kann. Interessant ist auch der für Helden eher untypische (und aus Tessas Sicht bedauernswerte) Charakterzug, dass er scheinbar kein Interesse an Frauen hat. Und da ist Tessa, eine Frau aus bestem Hause, die aber das Leben einer Dame zu langweilig fand und daher von zu Hause abgehauen ist, um Abenteuer zu erleben. Sie hat ein vorlautes Mundwerk, das sie immer wieder in schwierige Situationen bringt. Die Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt und immer wieder mit herrlich humorvollen oder bissigen Kommentaren versehen. Das Lesen ist daher stellenweise ein wahrer Genuss.

Auch zeichnerisch weiß der Comic zu glänzen. Viele Zeichnungen sind richtig cool. Das Cover ist dazu verhältnismäßig schlicht, um nicht das Wort „abschreckend“ zu verwenden. 

Für Neulinge in der Welt von „Dragon Age“ ist der Comic gut geeignet. Zwar wird man an der einen oder anderen Stelle mit diversen Namen überschüttet, die erkennen lassen, dass Thedas einiges zu bieten hat, jedoch kann man der Geschichte auch in Unkenntnis diese Namen gut folgen.

Fazit: „Magekiller“ hätte ein richtig cooler Comic werden können, doch leider passt das Erzähltempo nicht. Anstatt langsam eine gute Geschichte zu erzählen, die man über mehrere Bände hätte verteilen können, sprintet man in einem Fort bis zum Ende. Vieles bleibt dadurch auf der Strecke. Somit schafft es „Magekiller“ leider nicht über die Bewertung „unterhaltsam“ hinaus, aber weil das ja auch nicht gerade wenig ist, kann man beim Kauf auch nicht viel falsch machen.


Dragon Age – Magekiller
Comic
Greg Rucka, Carmen Canero
Cross Cult 2016
ISBN: 978-3-86425-571-7
120 S., Softcover, deutsch
Preis: EUR 15,00

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