Pegasus Spiele OnlinePegasus Spiele ShopPegasus PressPegasus Spiele GmbHRingbote - das Online MagazinPegasus MediaPegasus Spiele SupportteamPegasus Spiele Kontakt
  
 

 
  
  
  







 

05.05.2007: Die Hanami 2007 in Ludwigshafen10.05.07

Ringboten auf der Erlebnis-Manga-Convention – Ein Messebericht

Vom 5. bis 6. Mai fand in Ludwigshafen am Rhein die Hanami statt. Hanami ist ursprünglich ein japanischer Brauch, bei dem die Menschen sich in Parks zum Picknick treffen und sich an schönem Wetter und angenehmen Temperaturen nach einem langen Winter erfreuen. Das konnte man auch hier erleben – unter anderem.

von Jan Hartmann

Als wir morgens um kurz vor acht ankamen, um unseren Stand aufzubauen, waren schon die ersten Conbesucher da und sonnten sich auf der großen Freifläche vor dem Eingang. Wie nicht anders zu erwarten war, sah man jede Menge Cosplayer, also als Comicfiguren verkleidete Fans. Von japanischen Schulmädchen über Naruto und andere Ninjas bis hin zu Figuren aus Final Fantasy war alles vertreten.

Während wir noch dabei waren, unseren Stand im Keller aufzubauen und die Ware dorthin zu schleppen, machte die Tageskasse auf und bis ca. halb zehn waren alle 500 Tageskarten verkauft. Wer später kam, hatte Pech, musste sich ins Haus schmuggeln oder eben auf dem Vorplatz bleiben und mit vielen andern Leidensgenossen reden, spielen und die Sonne genießen.

Aber wie auf vielen Manga-Cons galt auch hier: Sehen und Gesehen werden.

Punkt zehn gingen die Türen des Hauses offiziell auf und die Besucherströme ergossen sich in das Gebäude. Unsere Lage im Keller war strategisch sehr günstig, denn direkt neben unserem Stand waren die Toiletten und im Vorbeigehen wurde jede Menge Kleinzeug wie Würfel etc. gekauft – und wir waren immer die ersten, die die Kostüme bewundern durften, nachdem die Träger umgezogen aus den Toiletten kamen! Es gab wohl doch einige, die sich nicht getraut hatten, verkleidet mit dem Zug anzureisen.



Während meine Kollegen verkauften, was das Zeug hielt, verdonnerte ich unseren Praktikanten dazu mit dem Bauchladen über die Con zu gehen und Flyer zu verteilen und machte mich selbst auf den Weg, die ersten Programmpunkte zu genießen und unseren Workshopraum zu finden.

Für alle, die noch nie auf einer Manga-Convention waren: Das Wichtigste neben dem „Rumhängen und Fotografieren lassen“ sind die Bühne und die diversen Fangruppen. Cosplay beschränkt sich nicht allein darauf, sich zu verkleiden, sondern die Cosplayer schreiben ihren Figuren kurze Theaterstücke auf den Leib oder studieren zu Musik aus Animes Choreographien ein oder lernen die Lieder auswendig und tragen alles auf der Bühne vor. Ja, die Szene ist recht exhibitionistisch veranlagt, aber es ist auch immer wieder eine Freude zuzuschauen. Von unfreiwillig komisch bis hinreißend perfekt ist jedesmal alles vertreten.

Ich hatte diesmal das Vergnügen, eine Anfängergruppe zu bestaunen, in der alle ihre Bewegungen zeitversetzt nach der Vortänzerin ausrichteten oder zwischendurch mal aus dem Takt kamen, wurde dafür aber durch eine Gesangsgruppe entschädigt, die nicht nur großartig sang, sondern sich auch selbst Kostüme genäht hatte, die man auch am französischen Kaiserhof hätte tragen können.

Wenn der Saal mit der Bühne das Herz einer Con ist, dann war direkt nebenan der Magen: eine lange Kaffeetheke mit kostenlosem Kaffee für uns Händler (die Rettung!) und Kuchen sowie ein reichhaltiges Angebot asiatischer Speisen, selbstverständlich frisch zubereitet. Man kann über Manga-Cons sagen, was man will, das Nahrungsangebot schlägt Rollenspiel-Cons bei Weitem.

Zurück ging's dann durch den Händlersaal zu unserem Stand. Erfreulicherweise hatte unser Standnachbar kurzfristig abgesagt und wir konnten zwei Tische annektieren, um dort Spieledemos und Einführungsrunden abzuhalten. Und so konnten Bernd, Mike, Taifun und ich den ganzen Tag „Munchkin“, „MechWarrior“ und Co zocken und Leute für unsere Turniere ab 18 Uhr in den Workshopraum 2 einladen, den ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gefunden hatte.

So gegen 17 Uhr stellte sich das große Manko der Con heraus: die mangelhafte Ausschilderung. Niemand wusste, wo Workshopraum 2 war. Entsprechend gering war dann auch die Teilnehmerzahl an unserem „Munchkin“- und unserem „MechWarrior“turnier. Der Workshopraum „gehörte“ eigentlich der Deutsch-Japanischen-Gesellschaft, die dort den ganzen Tag lang über Japan informiert und „Go“ und „Shogi“ (japanische Schachvariante) vorgestellt hatte.



Jetzt gehörte er jedenfalls uns und wir begannen mit zwei Gruppen á fünf Mann unser „Munchkin Fu“-Turnier. Gar nicht so einfach, wenn acht Mann beziehungsweise Frau das Spiel noch nie gespielt hatten. Aber es klappte und wir wurden mehrfach durch erstaunte Ausrufe belohnt. Eine Runde musste zwei Minuten unterbrochen werden, da eine Spielerin das Häschen „Fu Fu“ nicht mehr rausrücken wollte. „Das ist ja soooo süß und rosa. Darf ich das behalten? Büüttee?“. Aber auch große Augen halfen nichts, das Spiel musste ja weitergehen.

Leider hing uns die nächste Gruppe im Nacken. Um 21 Uhr kam die Organisatorin des Zeichenkurses, der um 22 Uhr beginnen sollte und bat uns, den Raum zu verlassen, da er noch umgebaut werde müsste. Wir einigten uns darauf, dass wir wenigstens noch diese Runde fertig spielen dürften, bevor der Kurs begann, den Raum Blickdicht umzubauen. Es stand nämlich ein Yaoikurs auf dem Programm.

Die zwei Runden wurden noch fertig gespielt und wir einigten uns mit den Spielern, das Finale am nächsten Morgen am Stand auszuspielen. Um Mitternacht gab es dann noch unser traditionelles „Zombies!“-Mitternachtsturnier und dann ging's für vier Stunden ins Bett.

Als wir am Sonntagmorgen zum Congebäude gingen, konnten wir in allen parkenden Autos müde Gestalten finden, die teilweise mit den Füßen zum Fenster raus schliefen. Auch auf dieser Con nahmen wieder viele Besucher am beliebten Spiel „Wer duscht, verliert!“ teil, obwohl ausreichend saubere Duschen zur Verfügung standen. Ich besorgte mir unterdessen einen Koffeinschub. Vielleicht hätte ich bei der Frage „Mit oder ohne Geschmack?“ misstrauisch werden und auf die nächste Kanne warten sollen. Selten hat ein Kaffee so gräßlich geschmeckt – und so gut getan.

Für uns stand nur noch das große Finale des „Munchkin“-Turniers an und ansonsten gaaanz gemütlich mit den andern Besuchern zusammenzusitzen und zu schnacken. Zwischendurch tauchte auch noch Wolle Stryz von der Frankfurter Buchmesse auf und wohnte dem Programm auf der Bühne bei. Ob er wohl Gruppen für die Messe gecastet hat?

Wir jedenfalls lockten alle Gewinner, auch der Einführungsrunden, zum Spielen an den Tisch und es gewann nach heißen Kampf ein Mitglied des Forums www.blutschwerter.de, der sich sehr über den ausgelobten Preis, ein „Blutschwert der Macht“, freute. „Oh! Wie geil! Da bin ich ja sogar Mitglied!“

Danach schauten wir uns zusammen mit 100 andern im ConKino noch den neuen Narutofilm an. Der Ausklang war sehr entspannt und zur Heimfahrt bekamen wir von der Orga noch Eistee und Äpfel geschenkt, damit wir „gut heim und nächstes Jahr wieder kommen.“

Fazit: Alles in allem eine sehr schöne Con mit 800 Besuchern pro Tag. Die Stimmung war herzlich und bis auf die Ausschilderung war alles sehr professionell organisiert. Da Programm war voll und meist auf hohem Niveau, die Workshops, die stattfanden, waren ordentlich, es gab gute Filme zu sehen und die Händler und vor allem die Besucher waren auch sehr zufrieden.



< zurück zu Conberichte


 
 





25.03.17
Star Trek Prometheus 3: Ins Herz des Chaos
Bücher zu Filmen / Serien, Science-Fiction
25.03.17
Winterwelt 02: Die Gestrandeten
Winterwelt
24.03.17
Winter der Toten: Die lange Nacht
Horror (allgemein)
23.03.17
Star Trek Prometheus 2: Der Ursprung allen Zorns
Bücher zu Filmen / Serien, Science-Fiction
19.03.17
Schwarzer Kreuzzug: Die Chronik des Blutes
Warhammer 40.000
18.03.17
Gruselkabinett 112: Der Ebenholzrahmen
Hörspiele
12.03.17
Dungeon Roll – Zurück in den Dungeon
Kartenspiele
11.03.17
Flash Anthologie – 75 Jahre Abenteuer im Zeitraffer
Superhelden (allgemein)
09.03.17
Spass Wars 2
Star Wars
09.03.17
Blutige Geschäfte
Shadowrun 5
08.03.17
Gruselkabinett 95: Die Falle
Hörspiele
03.03.17
First Class – Unterwegs im Orient Express
Familienspiele (allgemein)
02.03.17
Star Trek Prometheus 1: Feuer gegen Feuer
Bücher zu Filmen / Serien, Science-Fiction
01.03.17
Trigan 04: Verrat in Trigopolis
Trigan