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Rollenspieler im Profil: Michael Groll07.04.06

Aktiver im „Spielraum-LE“ & „Ashnadar“-Projektleiter

1) Unter welchem Namen soll dich die Welt kennen(lernen)?

Michael („Spielraum-LE“ und „Ashnadar“-Projektleiter)

2) Was bist du/machst du innerhalb der Rollenspielgemeinschaft?

Ich bin im „Spielraum-LE“ aktiv und dort vor allem für die künstlerische Gestaltung zuständig. Daneben bin ich aktiver Rollenspieler und Entwickler des „Ashnadar“-Rollenspiels.

3) Seit wann spielst du Rollenspiele? Wann und wie hat bei dir alles angefangen?    

Angefangen hat es Anfang der 1990er Jahre mit Computerrollenspielen wie „Eye of the Beholder“. Nach Ausflügen in die Welt des Tabletops und der TradingCards habe ich dann 1999 mit „AD&D“ zum ersten Mal Pen&Paper-Rollenspiel betrieben.

4) Was war dein erster Charakter, und in welchem System? Existiert der Charakter noch?

Mein erster Charakter war Waldläufer in „AD&D“ und möge in Frieden ruhen.

5) Welches Rollenspiel ist mit Abstand über die Jahre hinweg dein Lieblingssystem? Und wieso?    

„(A)D&D“ habe ich mit Abstand am längsten gespielt und bin deshalb gut vertraut damit. Ich denke, deshalb würde ich es auch als „Lieblingssystem“ benennen. Obwohl es eigentlich kaum schlechte Systeme gibt, letztlich liegt alles am Spielleiter.

6) Welches System würdest du nur mit Handschuhen anfassen? Und weshalb?            

Mag sein, dass es wirklich grausige Regelwerke gibt, aber untergekommen sind mir bislang noch keine. Die meisten Systeme sind durchaus durchdacht und haben ihre Berechtigung. Ich mag Systeme, die ohne 1000 Seiten Regeltext und stundenlange Würfelorgien auskommen. Daher stehe ich extrem regellastigen Systemen eher skeptisch gegenüber.

7) Dein absoluter Rollenspiel-Geheimtipp? Und warum?

Es gibt einige Systeme, die mir großen Spaß gemacht haben und die etwas Besonderes bieten. „Engel“ kann man inzwischen ja nicht mehr als „Geheimtipp“ benennen, aber das Konzept der kindlichen Engel, das Arkana-System und die Hintergrundwelt finde ich ausgesprochen reizvoll. Sehr viel Freude hatte ich auch an „Hyperborea“. Auch wenn man es aufgrund der brachialen Optik kaum glauben mag, das System bietet fantastische Möglichkeiten für ausdifferenziertes Charakterrollenspiel. Ich empfand es als ausgesprochen anspruchsvoll, einen Charakter und gleichzeitig seine intelligente Waffe zu spielen und den Machtkampf zwischen beiden zu verfolgen. „Inspectres“ möchte ich an dieser Stelle als letztes System nennen. Hier mag ich zum einen den abgedrehten und sehr lustigen Hintergrund und vor allem die Interaktion zwischen Spielern und Spielleiter, die Spotlights, mit denen die Spieler die Handlung selbst in die Hand nehmen können.

8) W20...W10...W4...?

W20, wohl aus Tradition. Prozentwürfe finde ich ansonsten auch sehr schön, mit kleineren Würfeln arbeite ich nur ungern, weil sie dem Zufall nur geringe Möglichkeiten einräumen und das Spiel dadurch berechenbarer wird.

9) Deine beste Runde war als...?

Priester in den Vergessenen Reichen („D&D“). Diese Runde haben wir über vier Jahre gespielt und es hat Spaß gemacht zu sehen, wie aus einem jungen ungestümen Abenteurer eine Persönlichkeit wurde, die auch Verantwortung übernehmen kann. Dieser Charakter hat seinen Glauben verloren und wiedergefunden, war zeitweise Kämpfer und Barde und hat auch ansonsten eine ordentliche Entwicklung durchgemacht.

10) Deine schlimmste Runde war als...?

Mitspieler in einer Runde, in der niemand ernst bleiben konnte, zwei Ritter sich darum gestritten haben, wer von ihnen mehr Schaden mit einem Angriff verursachen könnte und die Gruppe einen Esel mit dem Namen „Sir Zebra“ hatte.

11) Spieler oder Spielleiter?

Ich spiele sehr gern, aber in letzter Zeit bin ich eher als Spielleiter tätig.

12) Regelfuchser oder Freistilspieler?

Freistilspieler, unbedingt! Regeln sind schon wichtig – vor allem für Neulinge im Rollenspielbereich, aber wenn es zu einer guten Geschichte beiträgt, bin ich auch gerne bereit, die Regeln zu dehnen oder auszusetzen.

13) Storyteller oder Würfelfetischist?

Storyteller.

14) Spielen auf Conventions? Oder lieber die gemütliche Runde zu Hause?

Bislang habe ich nur auf unserer Hauscon – der Lindencon – gespielt, und das ist immer ganz angenehm, aber für ein wirklich schönes Rollenspielerlebnis habe ich gern ein angenehmes Ambiente um mich herum und keine Hundertschaften, die neugierig herumstehen oder vorbeischleichen.

15) Bier, Cola, Met, Wein? Chips, Pizza oder Kaviar? Was gehört zu einem Rollenspielabend dazu?

Obst und Gemüse zum Knabbern, Schokolade auch und immer Kannenweise Tee. Oft war der Tisch brechend voll mit Essen und allein das hat den Abend schon zu einem Erlebnis gemacht.

16) Fast jeder von uns hat ein paar hehre Rollenspielträume in der Schublade. Welche “Leichen” liegen bei dir im Schrank?

Als Leichen würde ich die Träume nicht bezeichnen, immerhin bewegen sie sich ;-). Ich möchte mein eigenes Projekt so weit voranbringen, dass ich alles, was ich geschrieben und gezeichnet habe, irgendwann als großformatiges, dickes, in Leder gebundenes Buch vor mir liegen habe. Bis es soweit ist, begnüge ich mich mit der Verbreitung über das Internet.

17) Mit welcher Idee könnte man die Rollenspielwelt revolutionieren?

Der Rollenspielsektor ist in den vergangenen Jahren sehr bunt und vielfältig geworden. Es gibt wohl kaum etwas, das es noch nicht gibt. Kein thematischer Hintergrund, in dem man nicht spielen könnte, keine Spielart der Regeln (von extrem bis gar nicht), die man nicht ausprobieren könnte, live oder am Computer, als Soloabenteuer oder als Mass-Multiplayer, Runden mit zwei Spielleitern, Runden ganz ohne Spielleiter, alles schon gesehen. Da fällt es schwer eine wirkliche Revolution anzuzetteln. Und außerdem, warum denn überhaupt? Ich mag diese Vielfalt und eine Revolution würde all das ja nur hinwegfegen.

18) Ein paar letzte weise Worte an alle Rollenspieler dieser Welt? (Okay, alle Leser dieser Seite? ;-) )

Für wirklich weise Worte fehlt es mir noch an Jahren, aber ich möchte alle Spieler da draußen dazu auffordern, öfters mal etwas neues zu versuchen, ein neues System, eine neue Welt oder auch nur einen neuen Spielstil.


Links:

www.spielraum-le.org

www.lindencon.de



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