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Rollenspieler im Profil: Michael Wilhelm05.12.05

Vollblut-Allround-Gamer

1) Unter welchem Namen soll dich die Welt kennen(lernen)?

Michael, Vollblut-Allround-Gamer

2) Was bist du/machst du innerhalb der Rollenspielgemeinschaft?

Wenn Arbeit und Familie noch ein wenig Zeit übrig lassen, beschäftige ich mich mit so ziemlich allem, was mit Spielen und Phantastik zu tun hat, darunter auch der einen oder anderen Rezension für den Ringboten.

3) Seit wann spielst du Rollenspiele? Wann und wie hat bei dir alles angefangen?

In der 7. Klasse kam ich zum ersten Mal mit der magischen Welt der Rollenspiele in Berührung. Ein Freund hatte über seinen größeren Bruder das Basis-Set von „Dungeons & Dragons“ in Gestalt zweier schmaler Papphefte bekommen. Diese sollten mein Leben für immer verändern. Binnen einer Woche hatte unser Schulkopierer etwa ein halbes Dutzend Kopien dieses Schatzes geschaffen. Denn wir hatten ihn mit unserem knappen Taschengeld gefüttert und seinen Papiervorrat fast täglich geplündert.

4) Was war dein erster Charakter, und in welchem System? Existiert der Charakter noch?

Ein Kleriker namens Dar-Dabelson, der im Laufe der Jahre zum weißbärtigen Patriarchen der Metropole Haldoria aufgestiegen war. Und, oh ja, er lebt noch, ist zwar ein wenig in die Jahre gekommen, aber erfreut sich sonst (dank einiger Verjüngungstränke) bester Gesundheit. Mit 26 Stufen und einem gewaltigen Arsenal an Zaubersprüchen, magischen Gegenständen und Verbündeten ist er auf jeden Fall nach wie vor ein Ernst zu nehmender Gegner. Gerne geht er noch auf die Jagd, um mit seinen Gefährten die Lande von Burneoria von untotem Geschmeiß, Dämonen und sonstigem Monstergetier zu befreien.

5) Welches Rollenspiel ist mit Abstand über die Jahre hinweg dein Lieblingssystem? Und wieso?

Schwer zu sagen, denn nicht das System, sondern die Geschichte, die erzählt wird, entscheidet. Wenn es um Stimmung und Atmosphäre geht, „Call of Cthulhu“, für Sword&Sorcery das gute alte (und auch das neue) „Dungeons & Dragons“ oder „Rolemaster“. Wenn es um Action und Splatter geht, sicher „Werewolf“.

6) Welches System würdest du nur mit Handschuhen anfassen? Und weshalb?

Mit der Antwort mache ich mir wahrscheinlich eine Menge Feinde: DSA. Ist vermutlich so eine Art alte Blutfehde zwischen D&Dlern und DSAlern, deren Ursprung in den grauen Nebeln der Zeit verborgen liegt.

7) Dein absoluter Rollenspiel-Geheimtipp? Und warum?

„Fireborn“ von Fantasy Flight Games ist ein echtes Juwel. Innovativ, actionreich und einfach mal was anderes. Und wer fände es nicht cool, die in „Herrschaft des Feuers“ vermissten Drachen-vs.-Helikopter-Luftkämpfe nachzuholen?

8) W20...W10...W4...?

Bin kein großer Würfelfreund, aber wenn mir jemand die Pistole auf die Brust setzt, würde ich mich für den W100 entscheiden, in der nach oben und unten offenen Version. Das ermöglicht dann wirklich spektakuläre Erfolge (und natürlich auch Patzer… ;-) )

9) Deine beste Runde war als...?

Spielleiter einer „Call of Cthulhu“-angehauchten „Rolemaster“-Runde, die so gruselig war, dass ich mir selbst als Spielleiter fast in die Hosen gemacht habe und mich nicht mehr durch das dunkle Haus (das passenderweise auch noch am Waldrand lag und bis auf die drei Spieler und mich vollkommen verlassen war) aus dem Keller ins Erdgeschoss auf die Toilette getraut habe.

10) Deine schlimmste Runde war als...?

Spieler einer „Shadowrun“-Runde auf einem Con, die wohl nur dazu diente, eine Lücke einer Kampagne zu füllen und die Stammspieler des Spielleiters wieder auszurüsten. Aber dafür konnte man wenigstens lernen, wie sich das Dasein als NPC anfühlt.

11) Spieler oder Spielleiter?

Irgendwann habe ich mich damit abgefunden, praktisch immer Spielleiter zu sein. Und habe es auch genossen. Dabei versuchte ich immer, ein Vertrauensverhältnis zu meinen Spielern aufzubauen und meine Macht nicht auszunutzen. Die Zahl in meiner Obhut verstorbener Spieler-Charaktere kann man auch nach mehr als 15 Jahren an ein oder zwei Händen abzählen. Na ja, vielleicht sind es auch drei…

12) Regelfuchser oder Freistilspieler?

Absoluter Freistilspieler. Die goldene Regel (d. h. die einzige die wirklich zählt) war für mich immer, dass es beim Rollenspiel nicht um Regeln geht, diese also nach Belieben gebrochen werden dürfen, wenn es die Geschichte (oder der Spielleiter) verlangt. Tabellen und Regeln sind dazu da, um Inspiration zu geben für die spielrelevanten Entscheidungen, die gerne aber auch mal mit den Spielern im Konsens getroffen werden können.

13) Storyteller oder Würfelfetischist?

Absoluter Storyteller. Würfelergebnisse sollten nie mehr als Richtlinien sein. Rollenspiel ist viel wichtiger, auch um den Erfolg von Spieleraktionen zu bestimmen. Kein Spieler-Charakter sollte allein aufgrund schlechter Würfelergebnisse sterben. Das sollte allein aufgrund von spielerischer Inkompetenz oder Dummheit passieren. Diese Vorgehensweise verlangt natürlich ein großes Maß an Vertrauen zwischen Spielleiter und Spielern, die aber in meinen Runden eigentlich immer vorhanden war. Das funktioniert aber sicher nicht mit allen Spielern (oder Spielleitern).

14) Spielen auf Conventions? Oder lieber die gemütliche Runde zu Hause?

Eigentlich lieber gemütlich zu Hause, aber gelegentlich zur Abwechslung (und um Neues auszuprobieren) auch mal auf Cons. Ich erinnere mich da an so eine geradezu kathartische Runde „7te See“ auf einem Con mit fremden Leuten, aber dennoch eine unglaublich intensive Rollenspiel-Erfahrung. Zu Hause können natürlich Kerzen, passende Musik oder Räucherstäbchen die Atmosphäre steigern. (Eignet sich besonders für die Simulation von Beschwörungsritualen oder Lagerfeuer-Stimmung.)

15) Bier, Cola, Met, Wein? Chips, Pizza oder Kaviar? Was gehört zu einem Rollenspielabend dazu?

Bier und Wein in Maßen, mal eben um die Kehle zu befeuchten. Aber Trunkenheit ist dem Spiel sicher nicht förderlich. Und was Speisen angeht, alles was der Lieferdienst zu fortgeschrittener Stunde noch aus der Kü-che zaubert. Chinesisch, Indisch, Italienisch. Zur Not kann es auch mal die Pizza aus der Tiefkühltruhe sein.

16) Fast jeder von uns hat ein paar hehre Rollenspielträume in der Schublade. Welche “Leichen” liegen bei dir im Schrank?

Da ich kein großer Regelfuchser bin, habe ich lieber die Zeit damit verbracht, Fantasy-Welten zu erfinden, zu kartographieren und mit Leben zu füllen, von denen natürlich nur ein Bruchteil jemals über den Reißbrett-Status hinausgekommen ist.

17) Mit welcher Idee könnte man die Rollenspielwelt revolutionieren?

Vielleicht sammelbare Rollenspiele? Für Karten und Miniaturen funktioniert es offensichtlich, aber bei Rollenspielen habe ich dann doch so meine Zweifel.

18) Ein paar letzte weise Worte an alle Rollenspieler dieser Welt? (Okay, alle Leser dieser Seite? ;-) )

Nehmt die Regeln nicht so ernst. Spielt!



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